Afrika allgemeine Themen

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Frankreich: Achtjähriger verhindert erfolgreich seine Abschiebung auf die Komoren

Ein Achtjähriger aus den Komoren darf in Frankreich bleiben, nachdem er zehn Tage auf einem Pariser Flughafen von den Behörden gefangen gehalten wurde. Er war mit dem Pass seines in Frankreich lebenden Cousins gekommen, seine Tante wollte ihn aufnehmen. Am 1. April sollte er abgeschoben werden. "Er habe aber getobt und geweint, und der Flugkapitän hat sich geweigert, ihn mitzunehmen", meldete die taz. Ein Richter entschied daraufhin, dass er im Lande bleiben kann.  Catherine Daoud, Rechtsanwältin für Kinderrechte, bemerkte dazu, dass die Inhaftierung von Kindern im Flughafen gegen die internationale Kinderschutzkonvention verstoße. Trotzdem seien 2014 259 minderjährige Alleinreisende ohne Papiere im Flughafen inhaftiert gewesen. Wie Erwachsene können sie dort nach französischem Recht 20 Tage festgehalten werden. guardian 30.3.2016; taz 2.4.2016[mehr]

Rubrik: Migration Europa, Komoren

Marokko: Massenflucht subsaharischer Flüchtlinge über EU Grenzzaun und Meer nach Spanien, 12 Tote

Rund 800 subsaharische Flüchtlinge versuchten am 16. und 17. September, die EU-Grenzzäune von Ceuta und Mellilla zu überklettern oder zu umschwimmen, oder auf Booten nach Andalusien überzusetzen. 12 Flüchtlinge sind auf der Flucht ertrunken. Ungefähr 260 Flüchtlinge haben es bis nach Spanien geschafft. Über 500 sind bei der Flucht gescheitert oder wurden noch am Zaun sofort nach Marokko zurückgeschoben. In der Regel werden sie in Marokko anschließend krankenhausreif geschlagen, können danach aber keine Krankenhäuser oder Arztpraxen aufsuchen.  http://ffm-online.org [mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Migration Afrika, Migration Europa, Marokko

Italien: Militante Proteste gegen Flüchtlingspolitik

In Italien kam es Ende Juli/ Anfang August zu mehreren gewaltsamen Demonstrationen gegen unmenschliche Bedingungen in Flüchtlingslagern. Am Samstag, dem 30.7. ist es bei Protesten in einem Flüchtlingslager unweit von Rom zu mehrstündigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Flüchtlingen gekommen. In der süditalienischen Region Kalabrien wurden am Abend des 1.8. bei Zusammenstößen zwischen MigrantInnen und der Polizei, 25 Menschen verletzt. Vier Flüchtlinge wurden mit dem Vorwurf verhaftet, Polizisten verletzt zu haben. Am selben Tag blockierten in Bari mit Eisenstangen bewaffnete Flüchtlinge eine Hauptverkehrsstraße und eine Bahnlinie, zündeten Barrikaden an und zerstörten einen Linienbus. Zeitweilig mußte der Bahnverkehr eingestellt werden. Die DemonstrantInnen forderten eine Anerkennung ihres Status als Flüchtlinge. Als Repressionskräfte versuchten, die Kundgebung mit Hilfe von Tränengas und Warnschüssen zu beenden, wehrten sich die Flüchtlinge mit Steinen. Mindestens 35 Menschen wurden dabei Berichten zufolge verletzt. Die Proteste richten sich unter anderem gegen ein kürzlich verabschiedetes Gesetz, mit dem die Frist für den Verbleib von MigrantInnen in Flüchtlingslagern zur Identifizierung von sechs auf 18 Monate...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Migration Europa

Madrid: Empörte verhindern Festnahme eines "Sans Papier"

Am 5. Juli verhinderten rund hundert AnwohnerInnen mit starker Präsenz der „Empörten“ die Festnahme eines "sans papier" im Barrio Lavapiés in Madrid. Unter den Rufen „el pueblo unido, jamás será vencido“, „kein Mensch ist illegal“ und „eso es dignidad“ musste sich das große Polizeiaufgebot zurückziehen und den Afrikaner, der "schwarz" mit der Metro gefahren sein soll, laufen lassen. Das Ganze ist auf einem kleinen Filmchen festgehalten: http://www.rebelion.org/noticia.php?id=131779&titular=lavapi%E9s-echa-a-la-polic%EDa-del-barrio-[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Migration Europa

Transnational organisiertes Netzwerk als Rahmen für die Karawane

Die Karawane von Bamako/Mali nach Dakar/Senegal zum dort stattfindenden Welt-Sozialforum 2011 wurde von dem im Oktober 2009 gegründeten transnational organisierten Netzwerk Afrique-Europe-Interact organisiert. Daran beteiligt sind AktivistInnen aus Mali, Deutschland, Österreich und den Niederlanden. In Mali haben sich mittlerweile über 40 Gruppen dem Netzwerk angeschlossen. Die meisten sind in der praktischen Unterstützung von Abgeschobenen aktiv, mehrere der Gruppen wurden von Abgeschobenen selbst gegründet. Es gibt aber auch Gruppen mit anderen Schwerpunkten: Die Mouvement des Sans Voix arbeitet zum Beispiel mit Betroffenen von (Land-)Vertreibungen zusammen, ganz ähnlich die Union des déguerpis des terres au Mali. Als Ansprechpartner von Afrique-Europe-Interact fungiert in Mali die Assoziation der Abgeschobenen Malis (AME), ohne die es das Netzwerk nicht gäbe. Die AME ist eine Basisorganisation, welche in drei Feldern aktiv ist: erstens in der sozialen, rechtlichen und medizinischen Unterstützung von Abgeschobenen nach Mali; zweitens in der politischen Arbeit gegen das EU-Migrationsregime; und drittens in der Förderung selbst bestimmter Entwicklungsperspektiven. Aus Deutschland sind in erster Linie antirassistische...[mehr]

Rubrik: Migration/Weltmarkt für Arbeitskraft , Migration Afrika, Migration Europa, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Extra

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