Afrika allgemeine Themen

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Israel: Sudanesische Asylsuchende widersetzen sich der Politik der unbegrenzten Inhaftierung

Eine Gruppe von etwa 150 sudanesischen Asylsuchenden hat sich am Montag von Beer Scheba im Süden Israels zu Fuß zum israelischen Innenminister in Jerusalem aufgemacht.Die Asylsuchenden protestieren mit dem 75km langen Marsch gegen die israelische Politik, illegale Einwanderer zeitlich unbegrenzt in Haftanstalten in der Wüste Negev zu internieren.Michal Rotem, einer der Teilnehmer des Marsches, sagte der Nachrichtenagentur AP: »Diese Menschen haben nichts mehr zu verlieren, dies ist ihre letzte Chance zu sagen, dass sie ihre Freiheit wollen«. Die Demonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift »Flüchtlinge, keine Kriminellen« oder »Marsch für Freiheit und Menschlichkeit«.Ein anderer Aktivist aus dem Sudan erzählte der israelischen Tageszeitung Haaretz, er wurde gleich nach Überqueren der Grenze zu Israel verhaftet, und sei mittlerweile seit 18 Monaten in der Haftanstalt interniert. Der Marsch sei das Erste, was er von Israel sähe. »Im Sudan droht mir Verfolgung und Tod, doch wenn ich dem Gefängnis zustimme, verbringe ich womöglich mein ganzes Leben dort«, sagte er Haaretz. »Ich möchte nur wie ein Mensch behandelt werden«.Falls die Aktivisten des Marsches verhaftet werden, droht ihnen der Transfer in ein normales Gefängnis....[mehr]

Rubrik: Migration allgemein

Strauss-Kahn-Affäre: arme Schwarze zur Vergewaltigung freigegeben

Der IWF nimmt sich das Recht, AfrikanerInnen Gewalt an zu tun und ihre Bedürfnisse und Gefühle zu ignorieren. Seine als Strukuranpassungsprogramme beschönigten Angriffe, die souveräne Regierungen dazu bringen, Austeritätsprogramme* gegen die einheimischen Bevölkerungen notfalls auch mit Gewalt durchzusetzen, haben einen erheblichen Anteil am heutigen Elend und Hunger auf dem schwarzen Kontinent. Es ist sicherlich nicht übertrieben, die „Mordmaschine IWF“ für den Hungertod von Millionen von Menschen verantwortlich zu machen. Am 14. Mai nahm sich der Chef dieser Mordmaschine, der „sozialistische“ französische Politiker Dominique Strauss-Kahn (DSK), das Recht, einer Afrikanerin Gewalt an zu tun und ihre Bedürfnisse und Gefühle zu ignorieren: Der Vorwurf lautet auf Vergewaltigung einer Reinigungskraft in dem Luxushotel, in dem er logierte. Vergewaltigung ist in allen Ländern der Welt strafbar. Trotzdem ist es als vorläufiger Sieg der US-Frauen- und Schwarzenbewegungen anzusehen, dass der mächtige, machtgeile Franzose noch am selben Tag festgenommen und unter Hausarrest gestellt wurde - aufgrund der Beschuldigung eines schwarzen „Zimmermädchens“. Doch das Imperium schlug zurück: Am 30. Juni wurde DSK aus seinem luxuriösem...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Migration allgemein, Kommentar

Dave Eggers - weit gegangen

Köln 2008; 764 Seiten, 24,95 € (Original: What Is The What; 2006) [mehr]

Rubrik: Rezension, Migration Afrika, Migration allgemein