Afrika allgemeine Themen

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Im Namen der Demokratie: Flüchtlingsabwehr um jeden Preis

Beim EU-Afrika-Gipfel am 29./30. November 2017 in Abidjan ging es schwerpunktmäßig darum, neue Kooperationen für eine noch rigidere Migrationskontrolle anzubahnen. Wohin die Repression der Migrationsbewegungen neben den vielen Toten im Mittelmeer und auf den Transitwegen in der Sahara führt, ist in Libyen zu beobachten: die Abwertung des Menschen auf den Status des Sklaven, der versteigert wird. Allerdings gibt es auch Widerstand dagegen, u.a. Demonstrationen in Paris und Brüssel (s.: www.berthoalain.com). Der folgende Text, den wir der November-Ausgabe 2017 der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ entnommen haben, zeichnet das konkrete Vorgehen der EU zur Blockierung der Fluchtrouten nach, insbesondere der Mittelmeerroute über Libyen. Dabei kooperiert die EU u.a. mit libyschen Milizen, die Migrant*innen internieren, foltern und versklaven. [mehr]

Rubrik: Hintergrund/Doku, Migration/Weltmarkt für Arbeitskraft , Nordafrika

Christian Jakob und Simone Schlindwein: Diktatoren als Türsteher Europas.

Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert.[mehr]

Rubrik: Rezension, Migration/Weltmarkt für Arbeitskraft , Uganda, Eritrea, Sudan, Ruanda

Kontinent der Kämpfe

  Afrika1, mit Ausnahme des Nordens, kommt in der Debatte über globale Protestbewegungen häufig nur am Rande vor. Dabei haben sich seit 2011 auf dem Kontinent zahlreiche Kämpfe ausgebreitet2. Nicht nur Revolten, auch zahlreiche sozialen Bewegungen und stille Kämpfe. Trotz vieler Unterschiedlichkeiten im Konkreten sind diese Kämpfe eine vielstimmige „Antwort“3 auf die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte: brutale und stetige sozialpolitische, ökonomische, technologische und repressiv/ militärische Angriffe des Kapitals. „Africa is rising“, träumt das Kapital - „Africa is uprising“ ist die vielstimmige Antwort, die ihm entgegenschallt4. Angriffe des Kapitals Der amerikanische Historiker Frederick Cooper spricht in seinem Essay über „Afrika in einer kapitalistischen Welt“ von einer Geschichte der verhinderten Ausbeutung: „Mein Argument ist, dass die afrikanische Sozialstruktur und die afrikanische Geografie allerdings kapitalistische Herrschaftsbemühungen blockiert haben, genauso wie sie Versuche der afrikanischen Eliten durchkreuzt haben, Macht über Bevölkerungen aufzubauen. Trotz der Machtungleichgewichte haben AfrikanerInnen versucht, Elemente der sich ändernden globalen Strukturen so gut wie möglich zu nutzen. Vieles von...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Urbane Konflikte, Migration/Weltmarkt für Arbeitskraft , Schwerpunkt

Ben Rawlence: Stadt der Verlorenen

Leben im größten Flüchtlingslager der Welt[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Migration Afrika, Rezension, Ostafrika, Somalia, Kenia

Ceuta: Mehr als 100 Flüchtlinge stürmen in auf spanisches Gebiet

Beim ersten Massenansturm von Flüchtlingen seit der Jahreswende hatten Dutzende in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta Erfolg. Am Samstag 23. April 2016 gelangten 101 Flüchtlinge in die spanische Nordafrika-Exklave. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf die Behörden berichtete, waren an dem Massenansturm rund 250 Afrikaner beteiligt. Die Flüchtlinge - allesamt Männer - hätten die guten Seebedingungen ausgenutzt, um vormittags am Strand-Grenzübergang Benzú übers Meer nach Ceuta zu gelangen. Sieben Flüchtlinge hätten sich bei der Aktion verletzt und seien ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Die Behörden hatten zunächst von «mindestens 119» Flüchtlingen gesprochen, die spanisches Gebiet erreicht hätten, korrigierten diese Zahl aber später nach unten. Die Begründung: Die paramilitärische Polizeieinheit Guardia Civil habe sich verzählt. Der letzte erfolgreiche Massenansturm auf Ceuta war im Dezember registriert worden. Damals hatten 185 Menschen spanisches Gebiet erreicht. Anfang Januar scheiterte dann eine Aktion von rund 250 Afrikanern. Aufgrund der schnellen Reaktion der Sicherheitskräfte konnte kein einziger von ihnen die Grenzabsperrungen überwinden. Spanien verfügt in Nordafrika...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Migration Afrika

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