Afrika allgemeine Themen

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Ein Marshallplan mit Afrika?

Anfang des Jahres präsentierte der deutsche Entwicklungshilfeminister Gerd Müller unter dem Titel „Afrika und Europa - neue Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft“ Eckpunkte für einen „Marshallplan mit Afrika“. Dieser „Marshallplan“ steht in Zusammenhang mit der deutschen G20-Präsidentschaft, die u.a. offensiv das Ziel verfolgt, die „Zusammenarbeit mit Afrika“ auszubauen: „Deutschland setzt sich für eine Partnerschaft mit Afrika ein, die stabile Rahmenbedingungen für inklusives Wachstum und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung bietet“.Wir erinnern uns: Der historische Marshallplan nach dem Zweiten Weltkrieg, offiziell European Recovery Program (kurz ERP) genannt, war ein riesiges Kapitalismuswiederaufbauprogramm der USA für das an den Folgen des Krieges leidenden Westeuropa. Es bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren. Im gesamten Zeitraum (1948–1952) leisteten die USA verbündeten Staaten „Hilfen“ im Wert von insgesamt 13,12 Milliarden US-$ (entspricht heute rund 129 Milliarden Dollar). Im Rahmen des Kalten Krieges sollten in Westeuropa Zonen des Wohlstands geschaffen werden um Streiks und soziale Unruhen eindämmen. Die meisten Mittel flossen in Form direkter Zuschüsse mit der Auflage, davon...[mehr]

Rubrik: Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Diskussion

Burkina Faso: Protest gegen Monsanto

"Gentechnisch veränderte Organismen beseitigen den Hunger nicht, aber wir werden sie beseitigen!“ lautete ein Motto bei dem Welttag des Widerstands gegen gentechnisch veränderte Organismen am Samstag, den 23. Mai 2015. Aus diesem Anlass fanden insgesamt 404 Demonstrationen in 149 Ländern statt. An einem von außerparlamentarischen Gruppen organisierten Marsch zur Verteidigung der Ernährungssouveränität in Ouagadougou nahmen etwa 500 Personen teil. Dazu aufgerufen hatte das Bündnis der Bürger_innen für Agrarökologie, in dem sich am 4. März 2015 Nicht-Regierungsorganisationen und Landwirtschaftsgruppen zusammengeschlossen hatten. Die Demonstrant_innen forderten ein mindestens zehnjähriges Moratorium, um die Ergebnisse unabhängiger Untersuchungen abzuwarten.Die US-Firma Monsanto schloss 2003 ein Abkommen mit der Forschungsbehörde Burkina Fasos mit dem Ziel, lokales Baumwoll-Saatgut gentechnisch zu verwandeln und es widerstandsfähig gegen Insekten zu machen. Fünf Jahre später wurde erstmals im großen Stil der Baumwollsamen mit der Bezeichnung "BT" (Bacillus thuringiensis) vertrieben, der ein Insektizid-Gen enthält. Seit einer Kampagne für den Einsatz des gentechnisch manipulierten Saatguts ist die damit angebaute Fläche...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Burkina Faso

Kamerun: Bäuer_innen besetzen Plantage gegen Landgrabbing

Bäuer_innen starteten am Donnerstag, den 23. April 2015, eine mehrtägige Besetzung einer Palmölplantage bei Dibombari nordwestlich von Douala in Süd-Kamerun, mit der die Arbeit auf der Plantage blockiert wurde. Eigentümer der Plantage ist die kamerunische Firma Socapalm. Der französische Mischkonzern Bolloré 1 ist über seine Holding Socfin Hauptaktionär von Socapalm. "Wir fordern (von den Socapalm-Verantwortlichen, d.Red.), dass sie sich auf das Land, das der Staat ihnen zugewiesen hat, zurückziehen", so der Sprecher der Bäuer_innen.Die Besetzungsaktion, die auf andere Plantagen von Socapalm in Kamerun ausgeweitet wurde, war die erste einer Protest-Kampagne afrikanischer und asiatischer Landwirt_innen gegen das "grabbing" ihres Landes durch Socfin. Sie richtetete sich gegen die seit 2008 kontinuierlich betriebene Ausdehnung der Plantagen: allein von 2011 bis 2014 hat Socfin seine Flächen in Afrika um ein Viertel vergrößert."Diese Erweiterungen haben zu schweren Konflikten mit mit den Anwohner_innen geführt, denen das Land geraubt wird und deren Lebensbedingungen sich dadurch ständig verschlechtern“, klagen die Bäuer_innen, die im Jahr 2013 ein Anrainer-Bündnis gründeten, nachdem sie Kontakt mit der...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Soziale Kämpfe, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kamerun

Woher kommt Ebola?

Die soziale Pathologie des Ebola-Virus und der Epidemie in Westafrika[mehr]

Rubrik: Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Hintergrund/Doku, Sierra Leone, Liberia, Guinea

England/Westafrika: Piraten, die eigentlich keine sind

Die somalischen Piraten stellen anscheinend nicht mehr die größte Gefahr für die Geschäfte der großen Reedereien dar. Nach dem am 18.06.2013 vom Londoner International Maritime Bureau herausgegebenen Jahresbericht kamen in Folge von Seepiraterie in 2012 vor Somalia 850 Seeleute 'zu Schaden', während sich im Golf von Guinea vor Nigeria knapp 1000 Personen mit Piratenangriffen konfrontiert sahen. Am Horn von Afrika seien aufgrund des massiven Einsatzes von Kriegsschiffen und bewaffnetem Sicherheitspersonal an Bord 80 Prozent weniger Seeleute von den Angriffen betroffen gewesen als im Jahr zuvor. Im Golf von Guinea wurden im letzten Jahr von 43 Schiffen Übergriffe gemeldet. Fachleute gehen allerdings davon aus, dass es mittlerweile pro Tag zu einer versuchten Enterung kommt, was aber zur Vermeidung steigender Versicherungsbeiträge meist nicht öffentlich gemacht wird. Die Piraten vor Westafrika haben es auf Rohöl und Benzin abgesehen und attackieren deshalb insbesondere vor Anker liegende Schiffe und Tanker. Die sich nur über einige Tage hinziehenden Geiselnahmen der Besatzung sind im Gegensatz zur Piraterie auf der anderen Seite des Kontinents Mittel zum Zweck und werden mit der erfolgten 'Übernahme' der Fracht beendet. Mit...[mehr]

Rubrik: Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Westafrika, Nigeria, Benin, Togo

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