Regionen in Afrika

Wähle hier die Archivtexte aus der gewünschten subsaharischen Region:

 

Sudan: jetzt mit gewählter Despotie

Wahlen im Sudan

Ende April wurde Präsident Bashir im Sudan von der Wahlkommission in Khartum mit 68 Prozent zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt. Bei den gleichzeitig stattfindenden Regionalwahlen räumte die ehemalige Guerilla SPLA im autonomen Süden ab. [mehr]

Rubrik: Ostafrika, Sudan, Kommentar

Somalia: Breite Front gegen Piraten

Die somalische Bevölkerung im allgemeinen und somalische Piraten im besonderen stehen im Fadenkreuz verschiedener Aufstandsbekämpfungsmaßnahmen in Somalia. Anfang Mai begann die EU mit der „Ausbildung“ „somalischer Sicherheitskräfte“. Zunächst sind über einhundert „Sicherheitstrainer“ aus Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien, Irland, Schweden, Griechenland, Ungarn und Britannien für die “militärische Ausbildung” von zweitausend somalischen Kräften zwölf Monate lang im Einsatz. Nach EU-Angaben seien die zweitausend somalischen Rekruten sehr sorgfältig von der Afrikanischen Union und von der US Army ausgewählt worden. Besonders letztere ist für die „sorgfältige Auswahl“ von skrupellosen Killern für Todesschwadronen (zuletzt im Irak, siehe: le monde diplomatique 10.7.2009) bekannt. Pünktlich zum Start des Ausbildungsprogramm meldet die junge welt, dass „Hunderte“ somalischer Soldaten, die im Rahmen eines von den USA bezahlten Programms ausgebildet worden waren, desertiert sind. Teils seien sie in ihre Heimat zurückgekehrt, teils zu den Islamisten übergelaufen,...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Somalia, Ostafrika

Kenia: Regierung hat keinen Bock auf Piratenprozesse

Nach einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung kündigte der kenianische Aussenminister Wetangula in der letzten Woche im Auslandsradio der BBC an, dass seine Regierung vorerst keine neuen Prozesse gegen somalische Piraten eröffnen werde. Zuvor hatte bereits der Chef der EU-Delegation in Nairobi, van der Linden, den Eingang von entsprechend offiziellen Kündigungsschreiben an Dänemark und Grossbritannien, beide am Anti-Piraten-Einsatz des EU-Flottenverbandes 'Atalanta' beteiligt, bestätigt. Aufgrund der vor zwei Jahren mit Amerika und einigen EU-Staaten ausgehandelten Vereinbarungen mussten sich insgesamt 120 somalische Piraten vor kenianischen Gerichten verantworten. Doch die Kritik an diesen Verfahren riss auch im Lande selbst nicht ab. Das kaum entwickelte und korrupte Justizwesen sei, so die Kritiker, bereits mit seinen eigenen Aufgaben überfordert. Schließlich warten in Kenia derzeit 100 000 Häftlinge auf ihre Prozesse. Zudem fragt sich die Öffentlichkeit, warum die reichen Länder die Prozesse, wenn gewollt, nicht selber führen. Ob die kenianische Regierung allerdings auf ihrer...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Ostafrika, Kenia

Kenia: Frauen aus den Slums fordern Gerechtigkeit

Mehrere hundert Frauen aus verschiedensten Slums Nairobis forderten am 29. März auf einer Demonstration in der Hauptstadt Kenias Entschädigungen für die ihnen während der Unruhen von 2007/2008 angetane Gewalt und den dabei erlittenen Verlust ihres Besitzes. Sie wiesen darauf hin, dass unzählige Frauen Opfer von Vergewaltigungen wurden. Organisiert über den Dachverband 'Barefoot', riefen die DemonstrantInnen nach Gerechtigkeit und setzten sich für umfassende Frauenrechte ein. Von den politisch motivierten Gewalttätigkeiten in Folge der Präsidentschaftswahlen waren besonders die Armenviertel betroffen. Über tausend Menschen wurden damals getötet, 300 000 mussten ihre Wohnungen verlassen. Viele von ihnen konnten immer noch nicht in diese zurückkehren und sind so gezwungen, seit Jahren in Camps für Obdachlose zu wohnen. Vgl. http:// de.indymedia.org/2010/04/277253.[mehr]

Rubrik: Urbane Konflikte, Ostafrika, Kenia

Käpt'n Iglo k.o - Piraterie sorgt für steigende Fischbestände

Im Boxsport würde mensch vom endgültigen knock-out sprechen. Die Nachricht aus der zweiten Januarwoche, dass sich die Fischbestände in den Seegebieten vor Somalia und Kenia aufgrund der Piraterie merklich erholen, müsste eigentlich für die aus aller Welt herbeigeeilten Piratenjäger Anlass genug sein, in ihre Heimathäfen zurückzukehren. Schon vorher hatte die mittlerweile auf mindestens 30 Kriegsschiffe angewachsene Anti-Piratenflotte zahlreiche Schläge einstecken müssen. Bereits im Mai letzten Jahres bilanzierte Kommandant Jones auf einer Pressekonferenz in Brüssel das halbe Jahr der EU-Mission Atalanta mit einem schlechten Ergebnis. 14 entführte Schiffe hatte er zu vermelden und hinterließ dabei, gemessen an den 16 erfolgreichen Kaperungen vor Beginn der im Dezember 2008 angelaufenen Militärintervention, nicht den Eindruck, dass sich mit Atalanta die Sicherheit für die Handelsschifffahrt in diesem Seegebiet entscheidend verbessert habe. Ein weiteres Indiz für die begrenzten militärischen Fähigkeiten der Piratenjäger stellte auch die misslungene Befreiungsaktion des deutschen...[mehr]

Rubrik: Ostafrika, Kommentar

Treffer 51 bis 55 von 55
<< erste < vorherige 21-25 26-30 31-35 36-40 41-45 46-50 51-55 nächste > letzte >>