Regionen in Afrika

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Uganda: Schulfrei wegen Lehrerstreik

Tausende Lehrer sind im ostafrikanischen Uganda am Montag dem 16. September. in einen unbefristeten Streik getreten. Sie fordern höhere Löhne. Mehr als zwölf Millionen Schüler haben seitdem schulfrei. «Wir fordern eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent. Zudem wollen wir eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen erreichen», sagte der Generalsekretär der zuständigen Gewerkschaft, James Tweheyo, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Lehrer werden grundsätzlich in Uganda sehr schlecht bezahlt. Grundschullehrer verdienen in Uganda etwa 270'000 Schilling (96 Franken), Lehrer der Mittelstufe rund 350'000 Schilling (124 Franken). Die Regierung will den Streikenden jedoch keine Zugeständnisse machen und drohte, die streikenden Lehrer zu entlassen. Regierungssprecher Ofwono Opondo betonte, das vorhandene Budget sei bereits verplant. «Es gibt kein Geld für die Lehrer, weil wir uns verpflichtet haben, Infrastrukturprojekte zur Entwicklung des Landes voranzutreiben, vor allem im Energiesektor und Strassenbau». http://www.nzz.ch 21.9.2013[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Uganda

Intervention à la française

Zur Verstrickung des französischen Staates in den Genozid in Ruanda [mehr]

Rubrik: Ruanda, Uganda, Demokratische Republik Kongo, Kriegerische Konflikte, Hintergrund/Doku

England: Erstmals finanzielle Entschädigung für Kampf gegen Kolonialmächte

pra. London · "Der britische Aussenminister Hague hat erstmals im Namen der Regierung anerkannt und bedauert, dass Kenyaner von 1952 bis 1963 Opfer von Folter durch die damalige britische Kolonialmacht geworden waren. Das einzigartige Eingeständnis folgt auf eine seit 2009 in Londoner Gerichten hängige Klage von Mitgliedern der Widerstandsgruppe Mau-Mau. Deren Aufstand war von Truppen und Polizei brutal niedergeschlagen worden. Es kam auf beiden Seiten zu Tausenden von Toten, Zehntausende wurden inhaftiert und misshandelt. Wie Hague am Donnerstag im Unterhaus erklärte, ist mit Anwälten von Opfern ein Vergleich vereinbart worden, der alle Forderungen abdecke. Die Regierung zahlt an 5228 Veteranen der Mau-Mau 19,9 Millionen Pfund Entschädigung inklusive Kosten und beteiligt sich an einem Denkmal in Nairobi. Hague schloss aus, dass eine Präzedenz für Klagen in anderen Fällen geschaffen werde, was allerdings von manchen Juristen bezweifelt wird." vollständig zitiert: Britisches Bedauern für Folteropfer. In: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 130 vom 08.06.2013, S.2 [mehr]

Rubrik: Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kenia

Madagaskar: Revolte nach Tod wegen Stromunterbrechung

Der Tod eines Patienten im OP-Trakt eines Krankenhauses in Mananara Nord, verursacht durch Stromausfall, war der Auslöser für massenmilitante Angriffe gegen den Wasser- und Elektrizitätsversorger Jirama sowie gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dabei wurde ein Dreizehnjähriger von den Ordnungskräften erschossen. Dem Zug der trauernden Angehörigen hatten sich am Abend des 05.05.2013 immer mehr Bewohner_innen der Kleinstadt angeschlossen, um ihre Wut gegenüber den andauernden Stromausfällen sowie den schwierigen Lebensverhältnissen auszudrücken. Von der Polizei abgegebene Warnschüsse konnte die Menge nicht davon abhalten, sowohl zum Sitz der Versorgungsgesellschaft als auch zum Haus des leitenden Direktors zu ziehen. In beiden Gebäuden kam es zu Plünderungen, zahlreiche Gegenstände landeten auf der Straße und wurden dort verbrannt. Als sich die Demonstrant_innen danach zur örtliche Polizeistation bewegten, fielen die tödlichen Schüsse. Die Vergeltung für die Ermordung des Dreizehnjährigen ließ nicht lange auf sich warten. Einen Tag später wurden die Häuser von fünf...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Ostafrika

Südsudan: Armee ermordet 10 Demonstrierende

An zwei aufeinander folgenden Tagen erschoss die südsudanesische Armee in der Provinzhauptstadt Wau insgesamt 10 Demonstrierende. Nachdem die lokale Regierung angekündigt hatte, Wau zu verlassen, wurden am 8. Dezember aus Protest die Zufahrtsstraßen in die Provinzhauptstadt blockiert . Als eine größere Demonstration, die vor allem von Frauen gebildet wurde, zum Gouverneursbüro zog, eröffnete die von der Lokalregierung zur Hilfe gerufene Armee das Feuer. Vier Demonstrierende starben. Sechs weitere Personen starben, als die Armee am folgenden Tag erneut auf Demonstrierende schoss. guardian 9.12.2012; bbc.co.uk 9.12.2012[mehr]

Rubrik: Urbane Konflikte, Südsudan