Regionen in Afrika

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Somaliland: Richter lässt Piraten frei

"Es sollte ein Mustergefängnis werden. Rund 1,5 Millionen Dollar hatte die Uno in die Haftanstalt von Hargeisa investiert, der Hauptstadt von Somaliland. Auch Deutschland investierte einen sechsstelligen Betrag. Im Gegenzug erwarteten die Geber von der Justiz Somalilands, ein Problem der internationalen Schifffahrt zu lösen: Sie sollte Piraten besser aburteilen und - bei erwiesener Schuld - einsperren. Doch das Vorhaben ist gescheitert. Somaliland hat von seinen ehemals 88 inhaftierten Piraten über 60 freigelassen. All die Hoffnung, die mit dem Gefängnisprojekt verbunden war - vergebens. Die näheren Umstände der Freilassung sind noch unklar. Sicher ist nur, dass Geld geflossen ist - an den vorsitzenden Richter des regionalen Berufungsgerichts in Hargeisa, an den Direktor der frisch renovierten Haftanstalt und an Gefängnisbeamte, die den Inhaftierten gute Führung attestiert hatten. Angeblich sollen 5000 Euro pro Pirat bezahlt worden sein. Von wem das Geld kam, weiß keiner - fest steht, dass die Seeräuber nun weg sind. Somaliland, das frühere Britisch-Somalia, hatte sich 1991...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Somalia

Kenia: Streik gegen Privatisierung und prekäre Arbeitsverhältnisse im Hafen von Mombasa

Gegen die Pläne der Regierung, den Hafen zu privatisieren, streikten Ende Juli in Mombasa fast 7.200 Hafenarbeiter zwei Tage lang. Gleichzeitig forderten sie feste Arbeitsverträge für etwa 3.000 Zeitarbeiter, die schon seit bis zu 15 Jahren prekär angestellt sind. Polizei und Elitesoldaten versuchten mit massiver Repression die Blockade der Hafeneingänge zu zerschlagen - ohne Erfolg. Derweil argumentiert die Staatliche Hafenverwaltung gegensätzlich: Einerseits wird behauptet, der Streik sei so gut wie nicht befolgt worden, andrerseits wird über die hohen Verluste durch den Streik gejammert. Das Ergebnis des Streiks war, dass die Regierung verkündete, den Privatisierungsprozess zu stoppen und 500 Zeitarbeiter feste Arbeitsverträge bekamen. The Nation 24.07.2011; International Transport Workers' Federation 27.07.2011; Labournet.org 29.07.2011 [mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Kenia , Ostafrika

USA: Wachsende Kritik am 'land grab'

Die Kritik am landgrab geht zunehmend auch von Weltbank, UNO und ihr nahe stehenden Institutionen aus. Das landgrab bezeichnet längerfristige Pacht- oder Kaufverträge, mit denen vorwiegend in afrikanische Staaten ausländischen Konzernen oder Staatsfonds Agrarland zur Kultivierung überlassen wird. Nachdem die Weltbank bereits mit ihrem Anfang des Jahres erschienenen Bericht Rising Global Interest in Farmland deutlich auf die Nachteile für die betroffene Bevölkerung hingewiesen hatte, lässt auch eine am 08.06.2011 veröffentlichte Untersuchung des US-amerikanischen Oakland Institute - einem für UNO, Weltbank und IWF arbeitenden Think Tank – kein gutes Haar an den Agrarinvestitionen. Laut den Autoren der Studie stellen diese Investitionen im Gegensatz zu damit einhergehenden Versprechungen eine massive Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit in den betroffenen Ländern dar. Im Zusammenhang mit undurchsichtigen und von Korruption geprägten Abmachungen würden traditionelle Besitzrechte nicht respektiert und Bewohner_innen oft ohne Entschädigung vertrieben. Beispielhaft werden dabei die...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Tansania, Äthiopien, Sierra Leone, Mali

Blick auf das Afrika der Eliten

Rezension zu 'Afrika vor dem großen Sprung' von D. Johnson[mehr]

Rubrik: Rezension, Südafrika, Uganda, Ruanda, Demokratische Republik Kongo

„Wir werden den ägyptischen Weg, wir werden den tunesischen Weg gehen!“

In allen Regionen Afrikas eskaliert der Krieg um Lebensmittel[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Urbane Konflikte, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kurz recherchiert, Sambia, Swasiland, Südafrika, Angola, Uganda