Regionen in Afrika

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Tschad: Proteste nach der Vergewaltigung einer Schülerin

Die Bevölkerung des Sahelstaats Tschad ist wütend. Am 8. Februar war die Gymnasiastin Zouhoura Brahim Ali in der Hauptstadt N’Djamena von sieben Jugendlichen entführt und vergewaltigt worden. Sie ist die Tochter des Präsidenten der oppositionellen Afrikanischen Demokratischen Bewegung (MDA), Mahamat Yesko Brahim Ali. Bei den Tätern, die Aufnahmen der Misshandlungen im Internet verbreiteten, handelt es sich um Söhne von hohen Vertretern der Regierung und der Armee, so des Außenministers und zweier Generäle. Erst mehr als eine Woche nach der Tat sollen die Jugendlichen nach offiziellen Angaben festgenommen und in ein Gefängnis nördlich der Hauptstadt überstellt worden sein. Ob und wie gegen sie weiter juristisch vorgegangen wird, ist bislang nicht mitgeteilt worden. Mahamat Ali, der seit 2005 in Frankreich wohnt, nachdem er nur knapp ein Attentat überlebt hatte, sagte im Interview mit Afrik.com, dass Vergewaltigungen im Tschad keine Seltenheit seien. Angehörige der herrschenden Klasse hätten zudem keine Strafe zu befürchten. Er hoffe, dass die Empörung über das Verbrechen an seiner...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Zentralafrika, Tschad, Patriarchale Gewaltverhältnisse

Kamerun: Bäuer_innen besetzen Plantage gegen Landgrabbing

Bäuer_innen starteten am Donnerstag, den 23. April 2015, eine mehrtägige Besetzung einer Palmölplantage bei Dibombari nordwestlich von Douala in Süd-Kamerun, mit der die Arbeit auf der Plantage blockiert wurde. Eigentümer der Plantage ist die kamerunische Firma Socapalm. Der französische Mischkonzern Bolloré 1 ist über seine Holding Socfin Hauptaktionär von Socapalm. "Wir fordern (von den Socapalm-Verantwortlichen, d.Red.), dass sie sich auf das Land, das der Staat ihnen zugewiesen hat, zurückziehen", so der Sprecher der Bäuer_innen.Die Besetzungsaktion, die auf andere Plantagen von Socapalm in Kamerun ausgeweitet wurde, war die erste einer Protest-Kampagne afrikanischer und asiatischer Landwirt_innen gegen das "grabbing" ihres Landes durch Socfin. Sie richtetete sich gegen die seit 2008 kontinuierlich betriebene Ausdehnung der Plantagen: allein von 2011 bis 2014 hat Socfin seine Flächen in Afrika um ein Viertel vergrößert."Diese Erweiterungen haben zu schweren Konflikten mit mit den Anwohner_innen geführt, denen das Land geraubt wird und deren...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Soziale Kämpfe, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kamerun

DR Kongo: Erfolgreicher Widerstand gegen Änderung der Wahlgesetze

Nach tagelangen und blutig bekämpften Protesten in der Demokratischen Republik Kongo gegen eine geplante Wahlrechtsreform hat das Regime unter Präsident Kabila am 24. Januar 2015 bekannt gegeben, das Projekt fallen zu lassen. Kabilas Regierungspartei PPRD1 hatte geplant, einen Artikel in das Wahlgesetz aufzunehmen, nach dem eine Volkszählung die Voraussetzung für die 2016 fälligen Präsidentenwahlen hätte sein sollen. Die Opposition sah darin den Versuch, die Regierungszeit Kabilas zu verlängern. Denn eine korrekt durchgeführte Volkszählung in dem riesigen und unwegsamen Land, das im Osten von diversen selbständig agierenden Milizen beherrscht wird, würde sicherlich mehrere Jahre dauern. Dagegen richteten sich die Riots, die seit Montag, dem 19. Januar, in der Hauptstadt Kinshasa und in mehreren Provinzstädten ausgebrochen waren und die nur durch einen blutigen Einsatz der Polizei niedergehalten werden konnten. Gegen die Demonstrationen, bei denen die Protestierenden «Weg mit Kabila!» riefen, ging die Polizei seit Dienstag auch mit scharfer Munition vor. Dabei töteten die...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Demokratische Republik Kongo

DR Kongo: Generalstreik und Demonstrationen gegen UN-Mission in Nord-Kivu-Provinz

In mehreren Städten der im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo gelegenen Provinz Nord-Kivu kam es zu mehrtägigen Protesten gegen die dort stationierte UNO-Mission Monusco, der vorgeworfen wird, die Bevölkerung nicht genügend gegen Angriffe einer als islamistisch bezeichneten Rebellengruppe zu schützen. Am 21.10.2014 fanden auf Aufruf von Gruppen der Zivilgesellschaft ein weithin befolgter Generalstreik („ville mort“) und Demonstrationen in den größeren Provinzstädten wie Beni (ca. 100.000 Einw.), Butembo (ca. 250.000 Einw.) und Goma (ca. 500.000 einw.) statt. Die kongolesische Armee versuchte, die Demonstrationen unter Einsatz von Tränengas und auch scharfer Munition aufzulösen. Bei einem Angriff von Protestierenden auf eine bei Beni stationierte Monusco-Einheit wurden zwei Teilnehmer_innen tödlich getroffen. Mit einem „friedlichen Marsch des Zorns“ in der Provinzhauptstadt Goma am 25.10.2014, zu dem Oppositionsparteien aufgerufen hatten, wurde die Kritik an der UNO-Mission erneuert und die Solidarität mit den Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Grund für die Wut der...[mehr]

Rubrik: Demokratische Republik Kongo, Soziale Kämpfe

Boxerinnen, Prostituierte und der Dämon der Ledigen

Frauenwelten in Kinshasa[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Extra, Demokratische Republik Kongo

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