Regionen in Afrika

Wähle hier die Archivtexte aus der gewünschten subsaharischen Region:

 

Burundi: AIDS-Aktivist_innen organisieren "Die-in"

Hunderte HIV/AIDS-Infizierte aus Burundi protestierten am 29.3. in der Hauptstadt Bujumbara gegen die mangelhafte Gesundheitsversorgung. Männer, Frauen und Kinder legten sich bei einem „Die-in“ für zehn Minuten auf die Straße um zu zeigen, dass sie alle sterben werden, wenn nicht bald etwas geschieht. Besonders verärgert sind die Demonstrant_innen, weil der „Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria“ 35 Millionen US-$ für die Bekämpfung von HIV in Burundi zur Verfügung gestellt hat, die aber von den burundischen Behörden bislang nicht ausgezahlt wurden In Burundi leben schätzungsweise 150.000 Infizierte und 20.000 sogenannte AIDS-Waisen. Der Protest wurde organisiert von REMUA (Reseau de Reinforcement Mutuel des Acteurs de la Première Ligne), einem Netzwerk von sechs NGOs, die in Burundi insgesamt 9.000 Infizierte behandeln. Quelle: Irinnews 4.4.2011 [mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Burundi, Zentralafrika

Kongo: Frauendemonstration gegen Vergewaltigungen als Kriegstaktik

Rund 20.000 Frauen demonstrierten am Sonntag den 17.10.2010 gegen sexuelle Gewalt in den Straßen von Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Sie folgten einem Aufruf lokaler Frauengruppen und des internationalen Frauennetzwerkes „Marche mondiale des Femmes“. An der Demonstration nahmen folglich nicht nur alte und junge Kongolesinnen teil, sondern auch rund 250 ausländische Vertreterinnen von „Marche mondiale des Femmes“, das zuvor zu Aktionstagen in Bukavu aufgerufen hatte und an dem Wochenende weltweit Aktionen in Solidarität mit den Frauen im Kongo organisierte. Auch die kongolesische Präsidentengattin Olive Lembe Kabila nahm an der Demonstration teil. Nach Presseangaben waren viele der Demonstrantinnen selbst Opfer brutaler Vergewaltiger, einige von ihnen hatten extra für den Marsch das Krankenhaus verlassen. Die Frauen hätten genug von dem Krieg, von den Vergewaltigungen, davon, dass es niemanden interessiere, was mit ihnen passiere. Sie kämpfen gegen die Stigmatisierung von Vergewaltigungsopfern und machten darauf aufmerksam, dass sexuelle Gewalt gegen Frauen und...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Demokratische Republik Kongo, Zentralafrika

Zentralafrikanische Republik: Bevölkerung bewaffnet sich zum Schutz gegen Lord's Resistance Army

In der 12.000 Einwohner zählenden Stadt Obo, im Süden der Zentralafrikanischen Republik, hat die lokale Bevölkerung vier Selbstverteidigungsmilizen gegen die Lord's Resistance Army (LRA - „Widerstandsarmee des Herrn“) aufgestellt. „Als die Tongo Tongo (Spitzname der LRA, bedeutet soviel wie: die die niemals schlafen) zum ersten mal Obo angriffen, entführten sie unsere Kinder und vergewaltigten unsere Frauen. Es kostete uns 70 Menschenleben, aber wir schworen, dass wir das nie wieder zulassen werden“, sagt Joseph Fele, ein ehemaliger einfacher Bauer und jetzt der Anführer einer Selbstverteidigungsmiliz. Dreimal täglich patrouillieren vier Gruppen in gefährlichen Gebieten und begleiten Zivilist_innen zu Wasserstellen und Kirchen. Die Beteiligung ist freiwillig. Einige der Milizionäre sind noch Teenager, andere bereits über 50. „So unprofessionell und verzweifelt sie auch wirken, sie bilden die letzte Verteidigungslinie in einer Gemeinschaft die um das Überleben kämpft“ (Observer 16.5.2010). Sie erhalten keine öffentliche Unterstützung, jeder Milizionär muss sich selbst mit...[mehr]

Rubrik: Kriegerische Konflikte, Zentralafrikanische Republik, Zentralafrika

Food Riots sind keine „chaotischen Gewaltausbrüche“

Die Zukunft verheißt nichts Gutes. Experten rechnen mit einer Verdopplung der Zahl der chronisch hungernden Menschen bis zum Jahr 2030.1 Das Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen im Dezember 2009 und das kaum überraschende Beharren auf den bisherigen Positionen der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik seitens der führenden Industrieländer lassen            vermuten, dass die Zuspitzung der Welternährungskrise noch dramatischer verlaufen wird als bisher eingestanden – ein Trend, der Erinnerungen an die Hungerrevolten der jüngsten Zeit wach ruft. In den Jahren 2007/2008 wurde über „Food Riots“ in 39 Ländern berichtet. Zeitliche Dichte und globale Verbreitung dieser Ereignisse waren beispiellos und weckten auf unsanfte Weise entsprechende Sicherheitsbedenken in den Zentren der Macht. Da die Wiederkehr von Hungerrevolten nur eine Frage der Zeit ist, macht es Sinn, sich mit diesem Thema auch dann zu beschäftigen, wenn es nicht unmittelbar die Schlagzeilen der Weltpresse beherrscht. Die Sorgen der Eliten  „Wenn...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Kamerun, Burkina Faso, Marokko, Hintergrund/Doku

Labor Ruanda - 15 Jahre nach dem Genozid

Anmerkungen zu einem Jahrestag [mehr]

Rubrik: Ruanda, Zentralafrika, Diskussion

Treffer 16 bis 20 von 20
<< erste < vorherige 1-5 6-10 11-15 16-20 nächste > letzte >>