Regionen in Afrika

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Ghana: Pfingstkirche geht gegen Landbesetzer_innen vor - 2 Tote

Bei Landstreitigkeiten zwischen LandbesetzerInnen und der Word Miracle Church International (WMCI), einer Pfingstkirche, wurden in einem Vorort der ghanaischen Hauptstadt Accra zwei Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt. Zu dem Zwischenfall kam es, als am Morgen des 16. November von der Kirche beauftragte private Wachschützer mit Pumpgun und Macheten bewaffnet in das von der ‚WMCI’ vor zwei Jahren gekaufte und mittlerweile besetzte Gelände eindrangen. Da nach einem Gerichtsbeschluss bereits einige Tage zuvor das Grundstück von der Polizei geräumt und mehr als 200 provisorisch errichtete Gebäude zerstört worden waren, hatten die BesetzterInnen mit einem solchen Angriff gerechnet. Von mobilisierten Anwohner_innen zahlreich unterstützt und mit Schusswaffen ausgerüstet, leisteten sie gegen die sofort das Feuer eröffnenden Wachschützer erbitterten Widerstand. Unter den Toten befindet sich ein Wachschützer, sowie ein zufällig vorbeikommender Passant, der von einem Querschläger getroffen wurde. Ein Mercedes-Bus der Wachschützer brannte vollständig aus. (graphicghana.com...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Ghana, Westafrika

Guinea: Wütende Reaktionen auf das Massaker von Conakry

Das durch guineische Militärs verübte Massaker, bei dem am 28. September während einer Oppositionskundgebung nach Angaben von Menschenrechtsgruppen mindestens 157 Menschen getötet, 109 Frauen öffentlich vergewaltigt und mehr als tausend Personen verletzt worden waren, hat in zahlreichen Ländern zu wütenden Reaktionen seitens der dort lebenden Exilguineer_innen geführt. In Paris drangen am Morgen des 29. September ungefähr 40 Demonstrant_innen in die guineische Botschaft ein und zerstörten die Inneneinrichtung der Empfangshalle. Dabei wurden allerdings 21 Personen von der französischen Polizei festgenommen. Am gleichen Tag war auch die guineische Vertretung in der gabunischen Hauptstadt Libreville angegriffen worden. Dort zündeten die Protestierenden auf dem zum Gebäude gehörenden Stellplatz mehrere geparkte Autos an. Aufgerufen von verschiedenen Frauenorganisationen zogen am Samstag, dem 7. November, vorwiegend Frauen guineischer Herkunft durch das Zentrum Brüssels, um neben den Toten und Verletzten auch die öffentliche Massenvergewaltigung des 28.9. anzuklagen. Mit roten...[mehr]

Rubrik: Guinea, Westafrika

Senegal: Tausende demonstrieren gegen senegalesischen Präsidenten

10 – 15.000 Menschen forderten am 06. November während einer Demonstration in der senegalesischen Hauptstadt Dakar im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre den Rücktritt des Staatschefs Wade. Unmittelbarer Auslöser für die von mehreren Oppositionsparteien gemeinsam organisierte Protestaktion war die so genannte ‚Seguragate’- Affäre. Präsident Wade hatte dem langjährigen Repräsentant des IWF, dem spanischen Ökonomen Segura, dessen Abschied im September dieses Jahres versüßen wollen, in dem er ihm, sorgfältig verpackt, Geldnoten im Wert von über 170.000 Euro zukommen ließ. In einem vom Währungsfonds zu dieser Sache herausgegeben Communiqué hieß es dann unter anderem, für den senegalesischen Präsidenten habe es sich „um ein traditionelles Abschiedsgeschenk gehandelt“ und „es sei in keiner Weise um eine Beeinflussung von Herrn Segura oder des IWF selber gegangen“. Wade gestand vor der Presse das Ganze als Fehler ein, wies aber seinem Sekretär die Hauptschuld zu, weil dieser sich in der Höhe des zu übergebenden Betrages vertan habe. Für die Demonstrant_innen, unter ihnen viele...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Senegal, Westafrika

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