Regionen in Afrika

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USA: Wachsende Kritik am 'land grab'

Die Kritik am landgrab geht zunehmend auch von Weltbank, UNO und ihr nahe stehenden Institutionen aus. Das landgrab bezeichnet längerfristige Pacht- oder Kaufverträge, mit denen vorwiegend in afrikanische Staaten ausländischen Konzernen oder Staatsfonds Agrarland zur Kultivierung überlassen wird. Nachdem die Weltbank bereits mit ihrem Anfang des Jahres erschienenen Bericht Rising Global Interest in Farmland deutlich auf die Nachteile für die betroffene Bevölkerung hingewiesen hatte, lässt auch eine am 08.06.2011 veröffentlichte Untersuchung des US-amerikanischen Oakland Institute - einem für UNO, Weltbank und IWF arbeitenden Think Tank – kein gutes Haar an den Agrarinvestitionen. Laut den Autoren der Studie stellen diese Investitionen im Gegensatz zu damit einhergehenden Versprechungen eine massive Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit in den betroffenen Ländern dar. Im Zusammenhang mit undurchsichtigen und von Korruption geprägten Abmachungen würden traditionelle Besitzrechte nicht respektiert und Bewohner_innen oft ohne Entschädigung vertrieben. Beispielhaft werden dabei die...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Tansania, Äthiopien, Sierra Leone, Mali

„Wir werden den ägyptischen Weg, wir werden den tunesischen Weg gehen!“

In allen Regionen Afrikas eskaliert der Krieg um Lebensmittel[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Urbane Konflikte, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kurz recherchiert, Sambia, Swasiland, Südafrika, Angola, Uganda

Burkina Faso: Jugendrevolte gegen staatliche Gewalt

Burkina Faso wird seit dem am 20.02.11 durch Polizeischläge verursachten Tod des Schülers Justin Zongo von einer Schüler- und Student_innenrevolte erschüttert. Nachdem die verantwortlichen Behörden der Stadt Koudougou noch versucht hatten, den Vorfall zu vertuschen und als Todesursache eine Meningitis angaben, entlud sich der Zorn der Jugendlichen über die in dem Land endemische und nur selten bestrafte Brutalität der Polizei in gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften und zahlreichen Angriffen auf Polizeistationen, lokalen Behörden und Parteibüros der regierenden CDP. Viele dieser Gebäude wurden niedergebrannt. Begonnen hatten die Unruhen am 22. Februar in Koudougou, wo tausende von Demonstrant_innen mit dem Ruf nach Gerechtigkeit und Bestrafung der Verantwortlichen auf die Straße gingen. Diesem Motto folgten Demonstrant_innen in vielen anderen Städten Burkina Fasos und lieferten sich ebenso wie in Koudougou heftige Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften. In der Hauptstadt Ouagadogou hatte die nationale Studentenvereinigung ANEB für den 11. März...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Burkina Faso

Das „1991er-Syndrom“ - warum es in Mali mehr politische Freiheiten gibt als anderswo in Afrika

Vom 27. Januar bis zum 6. Februar 2011 wird eine euro-afrikanische Protest-Tour (www.afrique-europe-interact.net) auf ihrem Weg von Bamako/Mali nach Dakar/Senegal zu dem dort stattfindenden Welt-Sozialforum verschiedenste Aktionen und Versammlungen gemeinsam mit Vertreter_innen der dortigen sozialen Bewegungen veranstalten1. Letztere sind Teil einer lebendigen „Zivilgesellschaft“, deren Ausgangspunkt in den Ereignissen des Jahres 1991 liegt. „Nieder mit der Diktatur!“ schrien die Demonstrant_innen in den Straßen Bamakos, der Hauptstadt Malis, als die Armee an jenem Samstag, den 23. März 1991, das Feuer auf die Menge eröffnete. Mindestens 200 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, starben im Kugelhagel oder verbrannten bei lebendigem Leib in einem Kaufhaus, wohin sich viele geflüchtet hatten und das von Militärs abgeriegelt und in Brand gesetzt worden war. Die Krankenhäuser konnten die über tausend z.T. schwer Verletzten nicht mehr aufnehmen und die Medikamente gingen aus; Nachschub wurde vom Militär blockiert. Begonnen hatten die Auseinandersetzungen am Vortag, als...[mehr]

Rubrik: Mali, Soziale Kämpfe, Kurz recherchiert

Nigeria: Generalstreik für höhere Mindestlöhne

Am 10. November 2010 protestierten nigerianische Staatsangestellte und im Dienstleistungssektor Beschäftigte mit einem Generalstreik für eine Erhöhung der Mindestlöhne von 7.500 Naira auf 18.000 Naira (etwa 85 Euro bzw. 120 $). Die von zwei Gewerkschaften (Nigerian Labor Kongress und Trade Union Congress) organisierte Streik-Aktion wurde weitgehend befolgt. In Lagos, der mit ca. 14 Millionen Einwohner_innen größten Stadt Nigerias, blieb der Murtala Muhammed International Airport ebenso geschlossen wie Banken, Schulen und Geschäfte. Betroffen waren auch Elektrizitätswerke, Häfen und Verwaltung. Der Verkehr war merklich reduziert. Ursprünglich sollte der Streik drei Tage dauern, er wurde aber nach einem Tag beendet und die Verhandlungen mit der Regierung wieder aufgenommen. Der Arbeitskampf richtet sich gegen die Zentralregierung, die die Höhe der Mindestlöhne festlegt. Sie waren zuletzt im Jahr 2000 unter dem vormaligen Präsidenten Olusegun Obasanjo auf 7.500 Naira - damals etwa 75 $ – angehoben worden. Wegen der hohen Inflationsrate von zuletzt 12,4 % sind 7.500 Naira heute nur...[mehr]

Rubrik: Nigeria, Soziale Kämpfe