Regionen in Afrika

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Südafrika: Drohungen und Mord werden Südafrikas Umweltaktivist*innen nicht aufhalten

Von den Bodenschätzen Südafrikas - Gold, Diamanten, Platin, Kupfer, Chrom, Vanadium, Mangan, Uran, Eisenerz, Kohle - profitieren einige wenige nationale und transnational agierende Großkonzerne. Die lokalen Bevölkerungen in den Bergbaugebieten haben keinen Nutzen davon. Im Gegenteil sind sie den extrem negativen Folgen dieser größten Exportsparte Südafrikas ausgesetzt: Zerstörung der gemeinschaftlichen Sozialstrukturen und deren landwirtschaftlicher Lebensgrundlagen. In vielen ländlichen Gebieten, in denen die Raub-Projekte der Extraktivismus-Konzerne mit Unterstützung der (korrupten) Regierung implantiert werden, existiert kein Privatbesitz am Boden. Insbesondere in den ehemaligen „Homelands“ besitzen die Gemeinden das Land gemeinschaftlich. In Südafrika betrifft das 17 Millionen der insgesamt etwa 58 Millionen Menschen. Traditionelle Behörden sollen das Land im Sinne der lokalen Gemeinschaften verwalten, Entscheidungen sollen dabei gemeinschaftlich getroffen werden. Diese Gemengelage führt zu einer Situation, in der sich ein von Inwertsetzungswillen getriebener Kapitalismus mit...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kommentar, Südafrika

Südafrika: Presseerklärung von Abahlali baseMjondolo vom 21.12.2020

Abahlali baseMjondolo ist eine selbstorganisierte soziale Bewegung in Südafrika, die auf der Basis gegenseitiger Hilfe und Solidarität obdachlose Menschen bzw. Arme  darin unterstützt, ungenutztes Land zu besetzten und Unterkünfte (shacks) zu errichten sowie  anschließend deren Legalisierung, Ausbau und Anschluss an die öffentliche Infrastruktur (Straßen, Wasser, Abwasser, Strom) zu erkämpfen. Weitere Informationen unter: http://abahlali.org/   Die Presseerklärung ist nicht nur ein Rückblick auf das vergangene Pandemie-Jahr aus einer sozialrevolutionären Perspektive, sondern bringt  auch das  politische  Selbstverständnis dieser größten sozialen Selbstorganisation Südafrikas zum Ausdruck.   Ein düsteres Jahr für die Armen und die Arbeiterklasse Das Jahr 2020 hat die Grausamkeit der korrupten und kapitalistischen ANC-Regierung aufgedeckt, einer repressiven und räuberischen Regierung, die die politischen und wirtschaftlichen Eliten reicher macht, während sie die Armen ärmer macht. Während des rigiden Lockdowns wurden arme und schwarze...[mehr]

Rubrik: Hintergrund/Doku, Südafrika, Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Landkonflikte & Hungerpolitik

Nach George Floyd's Ermordung: Proteste gegen Polizeigewalt auch in Afrika

Afrikaner*innen drängen zunehmend darauf, die Polizeibehörden zur Verantwortung zu ziehen und die repressiven Institutionen, die sie von den Kolonialherren geerbt haben, zu "entkolonialisieren".[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Zimbabwe, Südafrika, Uganda, Kenia , Nigeria, Hintergrund/Doku

Südafrika: Protest gegen soziale Ungleichheit und staatliche Unfähigkeit

Proteste verärgerter Bürger in zahlreichen Gemeinden Südafrikas werden täglich gewaltsamer. Am Montag den 7.3. verbarrikadierten mehr als 3.000 Menschen die Straßen mit Autoreifen und Felsbrocken in der 45.000 Einwohner zählenden ländlichen Küstenstadt Isithebe/ Kwazulu-Natal. Vier Fabriken gingen am späten Abend durch Benzinbomben in Flammen auf, eine davon brannte komplett nieder. Die industrielle Bekleidungsproduktion in dem kleinen Ort kam zum Stillstand. Die aufgebrachten Demonstranten schossen auf Feuerwehrleute und bewarfen Polizeifahrzeuge mit Steinen. Sie setzten einen Lastwagen und fünf Container in Brand. 120 Menschen sind festgenommen worden. „Seit den 80er Jahren, als ich noch Polizist war, habe ich ein derartiges Ausmaß an Gewalt nicht mehr erlebt“, sagte Dylan Meyrick, Chef einer privaten Rettungseinheit in Isithebe. „Das ist Anarchie.“ Die Lage in Isithebe ist weiterhin angespannt. Schulen und Geschäfte blieben auch in den vergangenen Tagen geschlossen. Eine Gruppe marschierte zur Polizeistation und forderte die Freilassung der Festgenommen. Am Mittwoch den 9.3....[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südliches Afrika, Südafrika, Urbane Konflikte

Südafrika: Bergarbeiter ringen nach 5 Monate Streik Platinkonzernen beachtliches Tarifergebnis ab

Der Streik in den südafrikanischen Platinbergwerken ist beendet. »Wir werden die Arbeit wieder aufnehmen«, erklärte Joseph Mathunjwa, Präsident der Association of Mineworkers and Construction Union (AMCU), am Montag nachmittag in der Provinzhauptstadt Rustenburg im Nordwesten des Landes. Zuvor hatten dort Zehntausende Bergarbeiter im Royal-Bafokeng-Stadion der Gewerkschaft ihr Mandat gegeben. Begonnen hatte der historische Ausstand von insgesamt 70000 Arbeitern der drei Platingiganten Anglo American Platinum (Amplats), Impala Platinum und Lonmin exakt fünf Monate zuvor, am 23. Januar. Auch wenn die Forderung der Bergarbeiter nach einem Einstiegsgehalt von umgerechnet 870 Euro nicht erreicht wurde, ist das neue Tarifabkommen, dessen genaue Details erst im Laufe der Woche bekanntgegeben werden sollen, in der Tat bedeutend. Um knapp 70 Euro sollen sich die Löhne der schlechter bezahlten Arbeiter für jedes der nächsten drei Jahre erhöhen – bei Einstiegsgehältern von bisher 313 Euro ist das ein erster wichtiger Schritt aus der Armut. Mit Zuschüssen würde ein Teil der Arbeiter Mathunjwa...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südafrika

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