Regionen in Afrika

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Südafrika: Proteste von Sicherheitskräften nach Deutschland-Spiel

Drei Stunden nach Ende des Spiels Deutschland gegen Australien sammelten sich vor dem Stadion in Durban 300 – 400 Angestellte einer privaten Sicherheitsfirma, um gegen zu niedrige Tageslöhne zu protestieren. Nachdem die Polizei die friedliche Demonstration unter Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen aufgelöst hatte, setzte gut die Hälfte der DemonstrantInnen ihren Protestzug in den umliegenden Straßen fort. Hier wurde der Großteil von Ihnen mit Hilfe von Blendgranaten eingekesselt und festgesetzt. Als Grund für diese Aktion gaben die Stewards an, dass ihnen statt des ursprünglich zugesagten Tageslohns von 150 Euro nur 20 Euro bezahlt worden wären. Andere beschwerten sich über die nicht eingehaltene Abmachung, einen Bus für den Rücktransport nach Hause zur Verfügung zu stellen. In Reaktion auf die Ereignisse in der Nacht von Sonntag auf Montag streikten am Montagabend auch die WM-Ordner im Green-Point-Stadion von Kapstadt. So kam es vor dem Spiel Italien gegen Paraguay zu erheblichen Verzögerungen an den Eingängen. Süddeutsche Zeitung 15.06.10[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südliches Afrika, Südafrika

Südafrika: Aufstände der Armen und die Grenzen der Befreiung

Nach Francis Fox Piven und Richard Cloward1 geht die Linke zum größten Teil davon aus, dass konventionelle Massenorganisationen das richtige „Vehikel“ seien, um der Arbeiterklasse zur Macht zu verhelfen. Durch disziplinierte Massenaktionen der Unterprivilegierten könnten über kurz oder lang Zugeständnisse erzwungen werden, die wiederum die Voraussetzung für die weitere Ausdehnung der Organisationen bilden. Diesen Vorstellungen liege die Überzeugung zugrunde, dass formelle Organisationen der Arbeiterklasse als Machtinstrument dienen können und beruhen auf mehreren Annahmen: formelle Organisation ermöglicht die Koordinierung der politischen und ökonomischen Ressourcen einer großen Zahl von Menschen, die als einzelne weitgehend machtlos sind; sie erlaubt den intelligenten und strategischen Einsatz dieser Ressourcen im politischen Kampf; sie gewährleistet die zeitliche Kontinuität der Mobilisierung. Diese drei Annahmen machen, laut Piven und Cloward, das Modell der in den Massen verankerten, dauerhaften Organisation aus, das die Versuche, Gruppen der...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Schwerpunkt, Südliches Afrika, Südafrika

Leben oder Überleben?

Kämpfe um Grundversorgung im Post-Apartheid-Südafrika[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Extra, Südliches Afrika, Südafrika

Südafrika: Streik der Transportarbeiter_innen

Seit Anfang Mai streiken Transportarbeiter_innen in Südafrika. Etwa 85 Prozent der 54.000 Arbeitnehmer der staatseigenen Transnet haben sich dem Streikaufruf der Gewerkschaften angeschlossen. Transnet ist die größte südafrikanische Transportgesellschaft und für den Eisenbahnverkehr, die Häfen und den Betrieb von Pipelines zuständig. Sie bewegt täglich Tausende von Tonnen Fracht auf Schienen und in südafrikanischen Häfen. Der Streik schließt auch die Schiffsindustrie mit ein. Am 10.5 hatten zunächst 18.000 Arbeiter_innen mit einem unbefristeten Streik für höhere Löhne begonnen, der sich rasch zu einem landesweiten Streik ausdehnte. Weil auch die Züge durch den Ausstand nicht verkehren, können viele Arbeitnehmer_innen im ganzen Land ihre Arbeitsplätze nicht erreichen. Im Hafen von Durban stehen Containerschiffe Schlange, manche drehen Richtung Südamerika ab, um dort ihre eigentlich für Südafrika bestimmten Güter abzuladen. Ladungen von Platinum, Ferror Chrome und Iron Ore erreichen ihre Kunden nicht. Steinkohle für Europa und Asien ist noch ausreichend in den Hallen am Hafen...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südliches Afrika, Südafrika

Südafrika: Zumas Regime von weiteren sozialen Protesten bedrängt

Schon seit Ende September war die Stimmung im Township Shakile am Rand der Stadt Standerton, 150 Kilometer südöstlich von Johannesburg gelegen, deutlich angespannt. In mehreren Demonstrationen hatten die Bewohner_innen den Rücktritt des Bürgermeisters und des vom ANC beherrschten Stadtrates gefordert. Sie warfen ihm Korruption und die Verantwortung für weitreichende Probleme in der sozialen Grundversorgung vor. Weil einen Tag zuvor ein Gespräch von Vertreter_innen der Community mit den lokalen Behörden keine Ergebnisse gebracht hatte, explodierte am 15.Oktober die angestaute Wut im Township. Demonstrant_innen bauten Barrikaden und setzten verschiedene kommunale Gebäude in Brand. Die Polizei antwortete darauf mit Gummigeschossen und Tränengas. Abends verhängte sie eine Ausgangssperre, um Wohnungen nach Verantwortlichen für die militanten Auseinandersetzungen zu durchsuchen. Die Ereignisse in Standerton sind typisch für die Situation in den Townships nach den Parlamentswahlen dieses Jahres, die Zuma das Präsidentenamt und dem ANC wieder die absolute Mehrheit brachten. Schon unter...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südafrika, Südliches Afrika

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