Regionen in Afrika

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Somaliland: Proteste gegen Gentrification - ein Toter

Am 6. März kam es in der Hauptstadt von Somaliland, Hargeisa, zu Zusammenstößen zwischen KleinhändlerInnen und der Polizei. Laut der Nachrichtenagentur Irin starb mindestens eine Person, mehrere wurden verletzt. Zu den Zusammenstößen kam es, nachdem rund 5.000 HändlerInnen ihre einzige Einkommensquelle in der Stadt verloren haten, weil die Behörden ihre Stände zerstört hatten, um die City schöner zu machen. „Es ist nötig, dass Somaliland wie ein angenehmes Land aussieht. Und unser Kapital ist eine schöne Hauptstadt“, begründet der Bürgermeister die Räumungen. Die wachsende EinwohnerInnenzahl der Stadt sowie der zunehmende Autoverkehr hätten die Maßnahmen unumgänglich gemacht. Entschädigungen oder andere Gebiete, wo die HändlerInnen ihre Stände wieder aufbauen könnten, wurde ihnen nicht angeboten. Irin 26.3.2012 Somaliland Report 7.3.2012[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Somalia

Somalia: Rekordeinnahmen für Piraten

Mit bisher erzielten Lösegeldeinnahmen von 135 Millionen Dollar wird das Jahr 2011 für die am Horn von Afrika operierenden Piratenverbände ein Rekordergebnis aufweisen. Wie der Konteradmiral und stellvertretende Leiter der Atalanta Mission, Christian Canova, in einem Interview mit der Internetseite Bruxelles2 vom 07.12.2011 erklärte, sei zwar die Zahl der gekaperten Schiffe deutlich gesunken. So hätten sich am Ende des letzten Jahres noch dreißig Schiffe in der Gewalt der Piraten befunden, während das zur Zeit für nur acht Frachter gelte. Gleichzeitig konnten aber auch die 80 Millionen Dollar Einnahmen von 2010 mit dem Rekordergebnis von 2011 deutlich erhöht werden. Dabei ginge es den Piraten insbesondere um das pro Schiff zu erzielende Lösegeld. Dieses sei bei einem Durchschnitt von 600 000 Dollar pro Boot im Jahre 2007 auf 4,6 Millionen in diesem Jahr angestiegen. Die letzten Male sind sogar Summen von sechs Millionen Dollar gezahlt worden. ...[mehr]

Rubrik: Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Ostafrika, Somalia

Somaliland: Richter lässt Piraten frei

"Es sollte ein Mustergefängnis werden. Rund 1,5 Millionen Dollar hatte die Uno in die Haftanstalt von Hargeisa investiert, der Hauptstadt von Somaliland. Auch Deutschland investierte einen sechsstelligen Betrag. Im Gegenzug erwarteten die Geber von der Justiz Somalilands, ein Problem der internationalen Schifffahrt zu lösen: Sie sollte Piraten besser aburteilen und - bei erwiesener Schuld - einsperren. Doch das Vorhaben ist gescheitert. Somaliland hat von seinen ehemals 88 inhaftierten Piraten über 60 freigelassen. All die Hoffnung, die mit dem Gefängnisprojekt verbunden war - vergebens. Die näheren Umstände der Freilassung sind noch unklar. Sicher ist nur, dass Geld geflossen ist - an den vorsitzenden Richter des regionalen Berufungsgerichts in Hargeisa, an den Direktor der frisch renovierten Haftanstalt und an Gefängnisbeamte, die den Inhaftierten gute Führung attestiert hatten. Angeblich sollen 5000 Euro pro Pirat bezahlt worden sein. Von wem das Geld kam, weiß keiner - fest steht, dass die Seeräuber nun weg sind. Somaliland, das frühere Britisch-Somalia, hatte sich 1991...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Somalia

„Wir werden den ägyptischen Weg, wir werden den tunesischen Weg gehen!“

In allen Regionen Afrikas eskaliert der Krieg um Lebensmittel[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Urbane Konflikte, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kurz recherchiert, Sambia, Swasiland, Südafrika, Angola, Uganda

Proteste gegen ersten Piratenprozess seit vierhundert Jahren

Begleitet von Protesten begann am 22.11.10 in Hamburg der erste Piratenprozess seit ungefähr 400 Jahren. Angeklagt sind zehn junge Männer bzw. Jugendliche somalischer Herkunft, denen vorgeworfen wird, am 5. April dieses Jahres ein Containerschiff der Hamburger Reederei Komrowski gut 500 Seemeilen vor der Küste Somalias überfallen zu haben. Eine per Notfunk zu Hilfe gerufene niederländische Anti-Piraterie-Spezialeinheit enterte die MS Taipan und nahm die Piraten nach einem Schusswechsel fest. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten „gemeinschaftlich verübten Angriff auf den Seeverkehr in Tateinheit mit erpresserischem Menschenraub“ vor. Sie musste sich dieses neuen juristischen Konstruktes bedienen, da der Tatbestand der 'Piraterie' im deutschen Strafrecht nicht existiert. Auch ansonsten wirft der Prozess einige Fragen auf. Keiner der Angeklagten ist identifizierbar. Bei einem von ihnen geht die Verteidigung davon aus, dass er noch keine 14 Jahre alt ist und somit nicht als 'strafmündig' gelten kann. Zudem weist die Verteidigung darauf hin, dass die Auslieferung der...[mehr]

Rubrik: Somalia, Kenia

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