Regionen in Afrika

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Vorgelagertes Migrationsregime der EU im Niger

Am 9.12.2019 veröffentlichte ffm-online einen längeren Text von Laura Lambert über das westafrikanische Sahelland Niger. Nach einem kurzen Überblick über die Migrationsbewegungen, die im Niger ankommen, die den Niger durchqueren und die in den Niger zurück kehren, ist der Schwerpunkt des Textes die ausführliche Beschäftigung mit EU-Projekten der Migrationsbekämpfung und -kontrolle in dem Land. Abschließend beleuchtet Lambert die Rolle der NGOs, der wirtschaftlichen Profiteure des Flüchtlingsmanagement und gibt einige (dürftige) Hinweise auf den Widerstand. Der zwanzigseitige Text (davon eine Seite Literaturverzeichnis) ist mit sagenhaften 180 Fußnoten belegt. Migration hat in Afrika eine lange Geschichte, doch der allergrößte Teil der Migrierenden verlässt den Kontinent nie. Auch die Migrationsbewegungen durch die Sahara sind zu vier Fünftel inner-afrikanisch (vgl. S. 2)1. Lambert unterscheidet vier verschiedene Phänomene im Niger: - Migration und Vertreibung von im Niger ansässigen Personen, - Niger als Transitland, - Niger als Zielland, - Niger als...[mehr]

Rubrik: Rezension, Soziale Kämpfe, Migration Afrika, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Niger

Niger: "Nieder mit den ausländischen Truppen"

Niamey – Im Niger haben am 16.3.2019 rund tausend Menschen gegen die Anwesenheit ausländischer Truppen aus westlichen Staaten demonstriert. Sie folgten in der Hauptstadt Niamey dem Protestaufruf eines Bündnisses zivilgesellschaftlicher Gruppen und skandierten: "Nieder mit den ausländischen Truppen!" Die Initiator*innen erklärten, die ausländische Truppenpräsenz untergrabe die Souveränität ihres Landes und trage nichts zur Verbesserung der Sicherheitslage bei. Die Republik Niger grenzt ausschließlich an Krisenstaaten und liegt in einer Region, die als Operationsgebiet jihadistischer Gruppen akut gefährdet ist. Zudem ist Niger ein wichtiges Transitland für afrikanische Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Die deutsche Verteidigungsministerin hatte im November einen Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr in Niamey eröffnet. Die deutschen Soldaten unterstützen von dort aus die UN-Mission MINUSMA und die EU-Mission EUTM im Nachbarland Mali - vor allem im Bereich Transport. Auch Frankreich hat Soldaten in seiner ehemaligen Kolonie Niger stationiert. Die USA errichten derzeit...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Niger

Interview: Frontex steht mit dem Rücken zur Wand

Seit dem 1. Mai wird im Mittelmeer gerettet. Das EU-Grenzregime befindet sich in der Defensive. Warum das so ist, beschreiben Hagen Kopp und Sabine Eckart im Interview.[mehr]

Rubrik: Migration/Weltmarkt für Arbeitskraft , Hintergrund/Doku, Niger, Nordafrika

Niger: Gewaltsame Schülerdemonstrationen in Niamey

Niamey (AFP) - 19.11.2013 07.02 Uhr„Hunderte von nigrischen Gymnasiast_innen demonstrierten am Dienstag in Niamey gewaltsam für die Forderung nach "besseren Studienbedingungen" , wobei sie Steine ​​auf die Polizisten warfen, die ihrerseits mit Tränengas reagierten.Mit Rufen wie "Lang lebe die USN " ( die Vereinigung der nigrischen Schüler) und " Der Kampf geht weiter " verbrannten kleine Gruppen von Demonstrant_innen, bewaffnet mit Steinschleudern und Stöcken, Reifen und errichteten in der Hauptstadt Barrikaden aus Steinblöcken.Die Zusammenstöße zwischen den Demonstrant_innen, die Steine ​​warfen, und den Polizisten, die mit dem Abschuss von Tränengas reagierten, brachen am Stadtrand von Niamey aus. "Wir fordern bessere Studienbedingungen. In manchen Einrichtungen sind mehr als 140 Schüler_innen in einer Klasse eingepfercht. Einige unserer Kameraden lernen auf dem Boden, unter Bäumen und in Strohhütten", kritisierte Anas Djibril , Generalsekretär des USN .“© 2013 AFP ...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Niger

Niger: "Transition" bis zum nächsten Militärputsch?

Am 20. und 21. Februar 2010 demonstrierten jeweils über 10.000 Menschen in Nigers Hauptstadt Niamey für eine Militärjunta, die zwei Tage zuvor die bis dahin durch Wahlen an die Macht gekommene zivile Regierung gestürzt hatte. Bereits am Wochenende vor dem Putsch, am 13. Februar, hatten Tausende gegen den zivilen Präsidenten Mamadou Tandja protestiert. Der Unmut richtete sich gegen dessen Machenschaften, sich durch eine Verfassungsänderung in einer Art kaltem Staatsstreich eine dritte Amtszeit zu sichern. Die neue Junta gab sich die klingende Bezeichnung „Conseil supreme pour la restauration de la démocratie“ (CRSD, Oberster Rat zur Wiederherstellung der Demokratie). An ihrer Spitze steht der Chef der Luftwaffe Salou Djibou, zugleich Übergangspräsident. Die Junta setzte umgehend einen „Conseil Consultatif National“ (CCN, Nationaler Konsultativrat) mit dem Auftrag ein, eine neue Verfassung zu entwerfen. Die in den Rat berufenen 133 Deligiert_innen sollen als Abbild der Gesellschaft alle Interessengruppen repräsentieren: Frauen, Gewerkschaften, Schüler_innen und Student_innen, Tuareg,...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Extra, Niger

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