Regionen in Afrika

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Helmut Dietrich: Nord-Mali / Azawad im Kontext der Arabellion

Da es unser Interesse ist, widerständige Prozesse von Unten zu dokumentieren, über die für gewöhnlich in den Mainstream-Medien nicht berichtet wird, ließ uns der Text Nord-Mali/Azawad im Kontext der Arabellion von Helmut Dietrich aufhorchen. Jugendliche aus den Vororten nordmalischer Städte protestierten demnach ab Mitte 2010 gegen ihre desolate soziale Lage und bezogen sich dabei auf die Arabellion in Nordafrika. Dabei versucht der Autor, einen Zusammenhang zwischen ihrem Widerstand und der Dynamik, die schließlich zur Ausrufung eines unabhängigen Azawad am 06. April 2012 führte, herzustellen. Der Text wirft jedoch auch bei geneigten Leser_innen einige Fragen auf. Aus diesem Grund veröffentlichen wir im Anschluss an den Text die von no-lager Bremen formulierten kritischen Anmerkungen. izindaba [mehr]

Rubrik: Diskussion, Mali, Nordafrika, Westafrika

Stellungnahme von 'Afrique-Europe-Interact' zur französischen Militärintervention in Mali

Die französische Militärintervention in Mali ist von der europäischen Linken mehrheitlich sehr kritisch bis ablehnend beurteilt worden. Die meisten Menschen in Mali begrüßten indes das bewaffnete Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht. 'Afrique-Europe-Interact' - ein Zusammenschluß von malischen, togoischen und europäischen Basisinitiativen - versucht in seiner Stellungnahme eine Bewertung der Ereignisse in Mali. 1. Vorbemerkung: Immer wieder haben wir uns als Afrique-Europe-Interact in den letzten 9 Monaten zur dramatischen Mehrfachkrise in Mali zu Wort gemeldet, zuletzt mit einer taz-Beilage am 8. Dezember (http://www.afrique-europe-interact.net/index.php?article_id=821&clang=0) sowie seit Anfang Januar mit mehreren Pressemitteilungen und Spendenaufrufen anlässlich eines von der malischen Sektion von Afrique-Europe-Interact initiierten „Weißen Marsches“ in Mali ( http://www.afrique-europe-interact.net/?article_id=829&clang=0). Vor diesem Hintergrund möchten wir heute zu einigen der seit der französischen Militärintervention grundlegend veränderten...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Diskussion, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Mali

Mali: Eine globale Krise

Die Situation in Mali bleibt angespannt. Faktisch ist das Land derzeit zweigeteilt. Den weiträumigen Norden beherrschen verschiedene islamistische Gruppen, die mittels ihrer militärischen Macht der noch verbliebenen Bevölkerung ein Leben gemäß der Sharia aufdrücken wollen. Im Süden Malis haben sich die Putschisten um Hauptmann Sanogo und das Übergangsregime um Traoré soweit angenähert, dass sie sich gegenseitig als Repräsentanten der in der Bevölkerung vorhandenen Grundstimmung akzeptieren und über einen möglichen Umgang mit der Invasion im Norden austauschen. Interimspräsident Traoré hatte am 1. September 2012 von der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (CEDEAO) Luftunterstützung für die Bombardierung von Stellungen der islamistischen Milizen angefordert. Den Einsatz von Bodentruppen aus anderen Ländern lehnte er damals noch ab und lag damit tendenziell auf der Linie der Putschisten, die die militärische Unterstützung aus anderen Ländern möglichst gering halten wollten. Mittlerweile scheint aber diesbezüglich ein Umdenken statt gefunden zu haben. Am 12. Oktober verabschiedete...[mehr]

Rubrik: Hintergrund/Doku, Landkonflikte & Hungerpolitik, Migration/Weltmarkt für Arbeitskraft , Kriegerische Konflikte, Mali

Mali: Erstmals Proteste gegen bewaffnete Gruppen in Gao

Der Auslöser der Proteste im nordmalischen Gao, das seit Ende März von bewaffneten Einheiten der säkularen MNLA und den islamistischen Organisationen Ancar Dine und AQMI(Al-Quaida au Maghreb islamique) besetzt ist, war banal. Militante dieser Gruppen hatten Jugendlichen am 13. Mai verboten Fußball zu spielen und ihnen den Fernseher zerstört, als sie gerade dabei waren fern zu sehen. Einen Tag später sammelten sich im Laufe des Nachmittages mehrere hundert Menschen, um ihre Wut gegen das Besatzungsregime kund zu tun. Immer wieder forderten sie den Abzug der bewaffneten Organisationen. Sie verbrannten Reifen, rissen Fahnen der MNLA und Ancar Dine ab und hissten die malische Nationalflagge. Zu schwerwiegenderen Auseinandersetzungen zwischen den Milizen und der Bevölkerung kam es nicht. Insgesamt wurden dennoch fünf Personen verletzt. Eine wurde vermutlich von einem Querschläger durch in die Luft abgegebene Warnschüsse getroffen, während sich die vier anderen Demonstrant_innen bei der Flucht vor Mitgliedern der bewaffneten Einheiten verletzten. Hintergrund für wachsende...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Mali

Erneuter Aufstand im Norden Malis

Die Geschichte vom Traum eines selbstständigen 'Azawad'[mehr]

Rubrik: Hintergrund/Doku, Landkonflikte & Hungerpolitik, Migration/Weltmarkt für Arbeitskraft , Mali

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