Regionen in Afrika

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„Wir werden den ägyptischen Weg, wir werden den tunesischen Weg gehen!“

In allen Regionen Afrikas eskaliert der Krieg um Lebensmittel[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Urbane Konflikte, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kurz recherchiert, Sambia, Swasiland, Südafrika, Angola, Uganda

Niederlande/Côte d'Ivoire: Verurteilung für Giftmülltransport

Die Ölhandelsfirma Trafigura wurde am 23.07.2010 von einem Amsterdamer Gericht für einen im Sommer 2006 per Schiff durchgeführten Giftmülltransport nach Côte d'Ivoire wegen Verstoßes gegen EU-Vorschriften für den Import und Export von Müll zu einer Geldstrafe von einer Million Euro verurteilt. Zudem erhielten der Kapitän sowie der für die Beladung verantwortliche Mitarbeiter des Schiffes Bewährungsstrafen. Mit diesem Urteilsspruch wurde das schweizerische Unternehmen erstmals auch strafrechtlich für die skandalöse Verschickung hochgiftiger petrochemischer Abfälle zur Verantwortung gezogen. Die Ölabfälle waren offen und ohne Aufbereitung am Rande einer Siedlung der Hafenstadt Abidjan abgelagert worden und gemäß eines UNO-Berichtes aus dem letzten Jahr für 17 Todesopfer und an die tausend Fälle von Vergiftungserscheinungen mit in Folge auftretenden Symptomen wie Totgeburten, Blindheit, Atem- und Hauterkrankungen verantwortlich. Trafigura hatte ursprünglich seine Abfälle von einer im Amsterdamer Hafen ansässigen Spezialfirma entsorgen lassen wollen. Da dies bei einem Preis von 900...[mehr]

Rubrik: Westafrika, Côte d' Ivoire

Côte d'Ivoire: Transportarbeiter streiken erfolgreich für preiswerteres Benzin

Durch einen einwöchigen Streik der Berufskraftfahrer in Cote d'Ivoire, sah sich die Regierung gezwungen, Mitte April den Preis für Treibstoff herunter zu setzen. „Sprit ist zu teuer, das Leben ist zu teuer, es ist schwierig, genug zu Essen zu bekommen“, begründete der Kraftfahrer Dao Silibe den Streik. Während des Streiks fuhren weitgehend weder Taxis noch Busse. Auch der LKW-Verkehr machte nur einen Bruchteil des üblichen aus. Dadurch war besonders der Export von Kakao gefährdet, einem der wichtigsten Exportgüter des Landes. Die Kakao-Bohnen konnten nicht mehr von den Plantagen zu den Häfen gebracht werden. Auch die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel wurde in Mitleidenschaft gezogen, die Lebensmittelpreise zogen beträchtlich an. „Ich hab keine Chillis, Möhren, Tomaten und auch keine Auberginen mehr“, klagte Beatrice Kouakou, eine Lebensmittelhändlerin. Nachdem Tränengaseinsätze der Polizei in den beiden größten Hafenstädten Abidjan und San Pedro die Streikenden nicht zum Aufgeben gebracht hatte, setzte die Regierung den Preis für Treibstoff herunter. Danach...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Westafrika, Côte d' Ivoire

Niederlande/Côte d' Ivoire: Stadt Amsterdam für Giftmüllverklappung juristisch verantwortlich

Nach einem vom höchsten Gericht der Niederlande am 10. März veröffentlichten Urteil muss die Stadt Amsterdam die rechtliche Verantwortung für die 2006 in Auftrag gegebene Versendung von Giftmüll nach Abidjan übernehmen. Nachdem vorherige Gerichtsentscheidungen jegliche Schuld der Stadt in dieser Sache verneint hatten, wies der oberste Gerichtshof das zuständige Bezirksgericht an, im Sinne dieses Grundsatzurteils das Verfahren neu aufzurollen. Im Jahre 2006 hatten Angestellte der Stadt Amsterdam die schweizerische Firma Trafigura beauftragt, 500 Kubikmeter hoch toxischer Abfälle zu entsorgen. Anfangs war versucht worden, den Müll von einer in Amsterdam ansässigen Firma bearbeiten zu lassen. Weil sich dies aber als zu teuer erwies, schickte Trafigura, ansonsten hauptsächlich maritimer Transporteur von Erdöl, mit dem Schiff 'Probo Koala' den ganzen Scheiß einfach nach Côte d' Ivoire. Dort wurde die Ladung einer im Lande beheimateten Firma zur Entsorgung verkauft, ohne sich über deren Möglichkeiten zur Abfallaufbereitung informiert zu haben. Im August 2006 stieß dann die am Rande der...[mehr]

Rubrik: Westafrika, Côte d' Ivoire