Regionen in Afrika

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Benin: Generalstreik im öffentlichen Dienst nach über drei Monaten beendet

Eine Erhöhung des Mindestlohns von etwas über 8.000 FCFA auf genau 40.000 FCFA (= 61 Euro) im Monat – das ist das erste Ergebnis des über drei Monate andauernden Generalstreiks in Benin. Begonnen hatte der Ausstand von einer Streikallianz der Gewerkschaftsverbände des öffentlichen Dienstes am 07.Januar 2014. Wichtig für die Durchschlagskraft der war die Beteiligung der Gewerkschaften der Lehrkräfte an Schulen und Universitäten sowie der im staatlichen Gesundheitssektor Beschäftigten zwei Wochen nach Streikbeginn. Die ursprüngliche Zielsetzung war eine Erhöhung des Mindestlohns auf 60.000 FCFA, aber auch die Durchsetzung politischer Forderungen, vor allem uneingeschränkte Demonstrationsfreiheit und Rücktritt der Verantwortlichen für einen Überfall der Polizei auf Gewerkschaftsdemonstrationen Ende letzten Jahres. Nachdem die Regierung Benins einer Erhöhung des Mindestlohns auf 40.000 FCFA zustimmte, gab eine Mehrheit von vier der beteiligten Gewerkschaften nach diesem Teilerfolg am 21. April das Ende des Streiks bekannt. Die übrigen Gewerkschaftsverbände kritisierten den...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Urbane Konflikte, Benin

England/Westafrika: Piraten, die eigentlich keine sind

Die somalischen Piraten stellen anscheinend nicht mehr die größte Gefahr für die Geschäfte der großen Reedereien dar. Nach dem am 18.06.2013 vom Londoner International Maritime Bureau herausgegebenen Jahresbericht kamen in Folge von Seepiraterie in 2012 vor Somalia 850 Seeleute 'zu Schaden', während sich im Golf von Guinea vor Nigeria knapp 1000 Personen mit Piratenangriffen konfrontiert sahen. Am Horn von Afrika seien aufgrund des massiven Einsatzes von Kriegsschiffen und bewaffnetem Sicherheitspersonal an Bord 80 Prozent weniger Seeleute von den Angriffen betroffen gewesen als im Jahr zuvor. Im Golf von Guinea wurden im letzten Jahr von 43 Schiffen Übergriffe gemeldet. Fachleute gehen allerdings davon aus, dass es mittlerweile pro Tag zu einer versuchten Enterung kommt, was aber zur Vermeidung steigender Versicherungsbeiträge meist nicht öffentlich gemacht wird. Die Piraten vor Westafrika haben es auf Rohöl und Benzin abgesehen und attackieren deshalb insbesondere vor Anker liegende Schiffe und Tanker. Die sich nur über einige Tage hinziehenden Geiselnahmen der Besatzung...[mehr]

Rubrik: Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Westafrika, Nigeria, Benin, Togo