Regionen in Afrika

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Südafrika: Protest gegen soziale Ungleichheit und staatliche Unfähigkeit

Proteste verärgerter Bürger in zahlreichen Gemeinden Südafrikas werden täglich gewaltsamer. Am Montag den 7.3. verbarrikadierten mehr als 3.000 Menschen die Straßen mit Autoreifen und Felsbrocken in der 45.000 Einwohner zählenden ländlichen Küstenstadt Isithebe/ Kwazulu-Natal. Vier Fabriken gingen am späten Abend durch Benzinbomben in Flammen auf, eine davon brannte komplett nieder. Die industrielle Bekleidungsproduktion in dem kleinen Ort kam zum Stillstand. Die aufgebrachten Demonstranten schossen auf Feuerwehrleute und bewarfen Polizeifahrzeuge mit Steinen. Sie setzten einen Lastwagen und fünf Container in Brand. 120 Menschen sind festgenommen worden. „Seit den 80er Jahren, als ich noch Polizist war, habe ich ein derartiges Ausmaß an Gewalt nicht mehr erlebt“, sagte Dylan Meyrick, Chef einer privaten Rettungseinheit in Isithebe. „Das ist Anarchie.“ Die Lage in Isithebe ist weiterhin angespannt. Schulen und Geschäfte blieben auch in den vergangenen Tagen geschlossen. Eine Gruppe marschierte zur Polizeistation und forderte die Freilassung der Festgenommen. Am Mittwoch den 9.3....[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südliches Afrika, Südafrika, Urbane Konflikte

Swasiland: Streik der Zuckerarbeiter

Seit dem 12. Juni organisiert die Gewerkschaft Swaziland Agricultural & Plantation Workers' Union (SAPWU) bei den beiden grössten Zuckerherstellern Afrikas Tambankulu Estates und Ubombo Sugar (die zu südafrikanischen beziehungsweise britischen Multis gehören, und bei denen auch der Herr König ein paar Aktien hat) einen Streik um Lohnerhöhungen und mehr Freizeit. Die Unternehmensleitungen haben reagiert – mit Sippenhaft: Die Busse, die die Kinder der Arbeiter zur Schule bringen, wurden eingestellt, und die Justiz des Königs soll Streikposten verhindern. Der Solidaritätsaufruf Striking Swaziland sugar workers need your support: http://www.iuf.org/cgi-bin/campaigns/show_campaign.cgi?c=893 Newsletter LabourNet Germany, 26. Juni 2014[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südliches Afrika, Swasiland

Südafrika: Bergarbeiter ringen nach 5 Monate Streik Platinkonzernen beachtliches Tarifergebnis ab

Der Streik in den südafrikanischen Platinbergwerken ist beendet. »Wir werden die Arbeit wieder aufnehmen«, erklärte Joseph Mathunjwa, Präsident der Association of Mineworkers and Construction Union (AMCU), am Montag nachmittag in der Provinzhauptstadt Rustenburg im Nordwesten des Landes. Zuvor hatten dort Zehntausende Bergarbeiter im Royal-Bafokeng-Stadion der Gewerkschaft ihr Mandat gegeben. Begonnen hatte der historische Ausstand von insgesamt 70000 Arbeitern der drei Platingiganten Anglo American Platinum (Amplats), Impala Platinum und Lonmin exakt fünf Monate zuvor, am 23. Januar. Auch wenn die Forderung der Bergarbeiter nach einem Einstiegsgehalt von umgerechnet 870 Euro nicht erreicht wurde, ist das neue Tarifabkommen, dessen genaue Details erst im Laufe der Woche bekanntgegeben werden sollen, in der Tat bedeutend. Um knapp 70 Euro sollen sich die Löhne der schlechter bezahlten Arbeiter für jedes der nächsten drei Jahre erhöhen – bei Einstiegsgehältern von bisher 313 Euro ist das ein erster wichtiger Schritt aus der Armut. Mit Zuschüssen würde ein Teil der Arbeiter Mathunjwa...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südafrika

Südafrika: Streik in Platinminen im vierten Monat

Der „Jahrhundertstreik“ in Südafrikas Platinminen geht weiter und ein Ende scheint nicht in Sicht. Auch von einem Richter am Arbeitsgericht Johannesburg zuletzt arrangierte Vermittlungsgespräche zwischen dem „Verband der Bergleute und Bau Gewerkschaft AMCU“ und den drei durch den Streik betroffenen Gruppen Anglo American Platinum (Amplats), Impala Platinum (Implats) und Lonmin wurden am 23.05.2014 ergebnislos abgebrochen. Über 80.000 Mitglieder der radikalen Gewerkschaft AMCU streiken seit dem 23. Januar im Bergbaugebiet von Rustenburg , nordwestlich von Johannesburg.Sie lehnen den Vorschlag der Unternehmen ab, ihre Löhne auf 12.500 Rand (875 €) pro Monat inklusive Boni bis Januar 2017 zu erhöhen.Stattdessen fordern sie ein Grundgehalt in gleicher Höhe sofort und zusätzliche Prämien. Seit dem Beginn des Streiks erhalten die Bergleute kein Gehalt, es gibt auch keine Streikkasse. Angeblich sollen bisher fünf Streikbrecher getötet worden sein. Der Streik treibt Südafrika bereits in eine neue Rezession: Im ersten Quartal dieses Jahres schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,6...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Südafrika

In Marikana geht es um mehr, als um einen Streik für höhere Löhne

Zusammenfassung eines Artikels zur 'Krise der Reproduktion' in Südafrikas Bergbauindustrie[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Kurz recherchiert, Südafrika

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