Regionen in Afrika

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Woher kommt Ebola?

Die soziale Pathologie des Ebola-Virus und der Epidemie in Westafrika[mehr]

Rubrik: Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Hintergrund/Doku, Sierra Leone, Liberia, Guinea

Sierra Leone: Widerstand gegen Landgrabbing

Am 8. Dezember verhaftete die Polizei im Landkreis Malen (Pujehun District) KleinbäuerInnen, die sich weigern, ihr Land an die europäische Socfin Agricultural Company zu verkaufen. Am nächsten Tag kam es zu einer größeren Demonstration dagegen vor der Lokalverwaltung in der Kreisstadt Sahn. Die Polizei eröffnete das Feuer auf die Demonstrierenden und verhaftete fast 60 Personen. Dutzende Demonstrierende wurden verletzt, drei davon schwer. Nachdem die Polizei anfangs behauptete, nur in die Luft geschossen zu haben, rechtfertigte sie sich später, dass die Demonstrierenden mit Gewehren und Macheten bewaffnet gewesen wären und versucht hätten, eine Polizeiwache nieder zu brennen. „Wir setzten zunächst nur Tränengas ein, aber dann brauchten wir Schusswaffen, um die Leute auseinander zu treiben,“ zitiert Reuters den Police Inspector General Francis Munu. 32 Personen sind Mitte Januar noch im Gefängnis, die Freilassung auf Kaution wurde vom Gericht abgelehnt. Es ist nicht das erste mal, dass die Polizei massiv gegen Anti-Socfin-Proteste vorgeht. Bereits im Oktober 2011 wurden 31...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Soziale Kämpfe, Sierra Leone

USA: Wachsende Kritik am 'land grab'

Die Kritik am landgrab geht zunehmend auch von Weltbank, UNO und ihr nahe stehenden Institutionen aus. Das landgrab bezeichnet längerfristige Pacht- oder Kaufverträge, mit denen vorwiegend in afrikanische Staaten ausländischen Konzernen oder Staatsfonds Agrarland zur Kultivierung überlassen wird. Nachdem die Weltbank bereits mit ihrem Anfang des Jahres erschienenen Bericht Rising Global Interest in Farmland deutlich auf die Nachteile für die betroffene Bevölkerung hingewiesen hatte, lässt auch eine am 08.06.2011 veröffentlichte Untersuchung des US-amerikanischen Oakland Institute - einem für UNO, Weltbank und IWF arbeitenden Think Tank – kein gutes Haar an den Agrarinvestitionen. Laut den Autoren der Studie stellen diese Investitionen im Gegensatz zu damit einhergehenden Versprechungen eine massive Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit in den betroffenen Ländern dar. Im Zusammenhang mit undurchsichtigen und von Korruption geprägten Abmachungen würden traditionelle Besitzrechte nicht respektiert und Bewohner_innen oft ohne Entschädigung vertrieben. Beispielhaft werden dabei die...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Tansania, Äthiopien, Sierra Leone, Mali