Regionen in Afrika

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Senegal: Militante Massenproteste gegen Stromabschaltungen und Verfassungsreform verunsichern Regime Wadé

Am 27.06. 2011 erlebte Senegal die bisher heftigsten Proteste gegen die ständigen und oft lange andauernden Stromabschaltungen. In der Hauptstadt Dakar, die teilweise über 24 Stunden ohne Elektrizität blieb, demonstrierten am Montagnachmittag vorwiegend Jugendliche. Sie plünderten und steckten zahlreiche öffentliche Gebäude sowie Niederlassungen der Senelec, des staatlichen Energieunternehmens, in Brand. Mit brennenden Reifen blockierte Straßen legten den Verkehr über Stunden lahm und es kam immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die Tränengas einsetzte. Auch in Mbour, einer Küstenstadt 80 Kilometer südlich von Dakar, hatten die Jugendlichen die Schnauze voll davon, zwei Tage und Nächte ohne Strom auskommen zu müssen. Hier bot sich am Montagnachmittag das gleiche Bild wie in Dakar: zahlreiche brennende und/oder geplünderte Gebäude staatlicher Institutionen sowie der beiden Senelec-Verwaltungen, mit Barrikaden blockierte Hauptverkehrsstraßen und ein Katz- und Mausspiel zwischen Demonstrant_innen und überforderten Sicherheitskräften, die auf die Steinangriffe...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Senegal

„Wir werden den ägyptischen Weg, wir werden den tunesischen Weg gehen!“

In allen Regionen Afrikas eskaliert der Krieg um Lebensmittel[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Urbane Konflikte, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Kurz recherchiert, Sambia, Swasiland, Südafrika, Angola, Uganda

Senegal: Proteste gegen willkürliche Stromabschaltungen

Auch am Samstag, dem 14. August 2010 zogen – wie in vielen anderen Städten Senegals zuvor – wieder gut tausend Demonstrant_innen durch die Hauptstadt Dakar, um gegen die von der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft Sénélec verantworteten Stromabschaltungen zu protestieren. Bei der von mehreren Oppositionsparteien organisierten Demonstration wurde aber auch das Regime von Präsident Wade, der sich entgegen der Verfassung im nächsten Jahr erneut zum Präsidenten wählen lassen will, angegriffen. Die Teilnehmer_innen machten ihn und seine Regierung für Misswirtschaft, Korruption und die Verschärfung der sozialen Situation verantwortlich. Während es in Dakar dieses Mal 'friedlich' blieb, war es bei mehreren Demonstrationen zuvor zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. In Bene Barack, einem Viertel an der Peripherie Dakars, wurde dabei am 14. Juli der 29-jährige Abdoulaye Yinghou von Schlägen der Ordnungskräfte so schwer verletzt, dass er später verstarb. Bewohner_nnen von Koalack, 180 km östlich von Dakar gelegen, plünderten die Büros der Sénélec, während woanders...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Senegal

Senegal: Tausende demonstrieren gegen senegalesischen Präsidenten

10 – 15.000 Menschen forderten am 06. November während einer Demonstration in der senegalesischen Hauptstadt Dakar im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre den Rücktritt des Staatschefs Wade. Unmittelbarer Auslöser für die von mehreren Oppositionsparteien gemeinsam organisierte Protestaktion war die so genannte ‚Seguragate’- Affäre. Präsident Wade hatte dem langjährigen Repräsentant des IWF, dem spanischen Ökonomen Segura, dessen Abschied im September dieses Jahres versüßen wollen, in dem er ihm, sorgfältig verpackt, Geldnoten im Wert von über 170.000 Euro zukommen ließ. In einem vom Währungsfonds zu dieser Sache herausgegeben Communiqué hieß es dann unter anderem, für den senegalesischen Präsidenten habe es sich „um ein traditionelles Abschiedsgeschenk gehandelt“ und „es sei in keiner Weise um eine Beeinflussung von Herrn Segura oder des IWF selber gegangen“. Wade gestand vor der Presse das Ganze als Fehler ein, wies aber seinem Sekretär die Hauptschuld zu, weil dieser sich in der Höhe des zu übergebenden Betrages vertan habe. Für die Demonstrant_innen, unter ihnen viele...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Senegal, Westafrika