Regionen in Afrika

Wähle hier die Archivtexte aus der gewünschten subsaharischen Region:

 

Äthiopien: Feuer und Flamme für „Rosen aus Amsterdam“

In Äthiopien sind mindestens vier niederländische Blumenplantagen von aufgebrachten Demonstranten attackiert und teilweise in Brand gesteckt worden. Betriebe aus Italien, Belgien, Indien und Israel sollen ebenfalls betroffen sein. Die Angriffe fanden im Nordwesten des Landes in der Nähe von Bahir Dar statt, wie De Volkskrant am Freitag berichtete. In der Region kommt es seit Monaten immer wieder zu Protesten gegen die Regierung. Dabei sind Menschenrechtsorganisationen zufolge bis jetzt mehrere hundert Personen von den Einsatzkräften getötet worden. Auch bei den Übergriffen gegen die Gärtnereien soll es auf seiten der Demonstranten Tote gegeben haben. Die Mitarbeiter konnten rechtzeitig entkommen. Nach Angaben der niederländischen Großgärtnerei Esmeralda Farms aus Aalsmeer bei Amsterdam beläuft sich der Schaden alleine auf ihrer Plantage auf mindestens zehn Millionen Euro. Es seien Pumpen und Kühlhäuser zerstört worden, die Bewässerung werde im Moment über eine Notversorgung bewältigt. »Es waren zwar Soldaten da, aber sie konnten die Demonstranten nicht kontrollieren«, erzählte der...[mehr]

Rubrik: Soziale Kämpfe, Landkonflikte & Hungerpolitik, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Äthiopien

USA: Wachsende Kritik am 'land grab'

Die Kritik am landgrab geht zunehmend auch von Weltbank, UNO und ihr nahe stehenden Institutionen aus. Das landgrab bezeichnet längerfristige Pacht- oder Kaufverträge, mit denen vorwiegend in afrikanische Staaten ausländischen Konzernen oder Staatsfonds Agrarland zur Kultivierung überlassen wird. Nachdem die Weltbank bereits mit ihrem Anfang des Jahres erschienenen Bericht Rising Global Interest in Farmland deutlich auf die Nachteile für die betroffene Bevölkerung hingewiesen hatte, lässt auch eine am 08.06.2011 veröffentlichte Untersuchung des US-amerikanischen Oakland Institute - einem für UNO, Weltbank und IWF arbeitenden Think Tank – kein gutes Haar an den Agrarinvestitionen. Laut den Autoren der Studie stellen diese Investitionen im Gegensatz zu damit einhergehenden Versprechungen eine massive Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit in den betroffenen Ländern dar. Im Zusammenhang mit undurchsichtigen und von Korruption geprägten Abmachungen würden traditionelle Besitzrechte nicht respektiert und Bewohner_innen oft ohne Entschädigung vertrieben. Beispielhaft werden dabei die...[mehr]

Rubrik: Landkonflikte & Hungerpolitik, Imperialistische Ausbeutung & Entwicklung, Tansania, Äthiopien, Sierra Leone, Mali